Gefangen in der Warteschleife.

19 11 2009

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Irgendwie habe ich im Moment das Gefühl, ich befinde mich – mutiert zu ein paar elektronischen Signalen – in einer Anrufbeantworter-Warteschleife. Nichts geht, nichts passiert, ich sitze da und warte, das etwas, irgendetwas passiert.

Ein „bescheidenes“ Gefühl, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken.

Auf meiner „zu Erledigen“-Liste (Todo heißt es ja wohl jetzt so schön auf Denglish) sind alle Firmen, die ich anschreiben könnte, mittlerweile abgehakt, die Anfrage für eine Weiter- bzw. Fortbildung ist – an mehrere Institute, die solche durchführen – raus, die schriftliche Bitte um Unterstützung durch die ARGE ist auch raus. Die mündliche Antwort auf meine Bitte ist ein „Ja“, aber wir leben hier in Deutschland – ohne ein Formular und ein Schreiben (nach Möglichkeit in 3-facher Ausfertigung) läuft hier gar nichts.

Meine Bewerbungen ins Ausland (in diverse Länder Europas) sind auch alle geschrieben – Ok, dass das länger dauert, ist schon klar – immerhin habe ich aus dem Ausland schon einige Antworten (Bestätigungen über den Eingang meiner Bewerbung) bekommen, etwas, wozu sich deutsche Firmen anscheinend zu schade sind. Aus deutschen Landen habe ich sage und schreibe NULL Antworten bekommen bis jetzt. Noch nicht einmal eine kurze Email, SMS oder einen Anruf, das meine Bewerbung eingegangen ist.
Ich könnte jetzt schon wieder jede Menge wüste Beschimpfungen vom Stapel lassen – aber dazu bin ich zu Müde. Nicht nur jetzt, wo ich dies schreibe, sondern irgendwie und überhaupt.

So ein Leben in der Warteschleife ist nicht so wirklich das wahre.
Dazu kommt dann noch, das mein Zeitgefühl, Empfinden – oder ganz allgemein mein Zeitrhythmus inzwischen mal wieder komplett durcheinander geraden ist. „Normale“ Menschen arbeiten tagsüber und schlafen nachts – je nachdem vielleicht so 5-7 Stunden. Ich gleiche mich da gerade Herrn Pauli, meinem Kater, an – Katzen schaffen es ja bekanntlich, am Tag immer mal wieder ein/zwei Stunden zu schlafen und dann mal wieder eine halbe Stunde wach zu sein.

So ähnlich geht es mir auch – nur das der Schlaf kein richtiger Schlaf mehr ist – eher so eine Art Wachkoma … erschreckend, oder? Und viel besser kann ich es auch nicht wirklich beschreiben.

Warteschleife halt.





Gott Mammon

19 11 2009

Ein paar Gedanken, die mir kamen, als ich diesen Text bei F!XMBR gelesen habe:

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Komisch. Früher habe ich Science Fiction Bücher gelesen, in denen lebte die Menschheit relativ glücklich in einer Zukunft, in der alle die gleichen Chancen hatten, alle mehr oder weniger zufrieden waren und auch das Wissen frei zugänglich war – für alle.

Oder Täusche ich mich da jetzt? Gab es solche Bücher gar nicht? Vielleicht war das ja jetzt nur ein verzweifelter Traum von mir – zumindest in meinem Bücherschrank gibt es nur Werke, die von einer merkwürdigen Gesellschaft erzählen, die dem, was in dem Text von Chris gezeichnet wird, sehr nahe kommt – oder besser gesagt, wohl dem Anfang einer in diesen Büchern geschilderten Zukunft sehr nahe kommt.

Wissen? Nur für die, die es sich leisten können. Werbung, Tagein, Tagaus – natürlich alle Produkte auch nur für den, der sie sich leisten kann – alle anderen werden mit diesem „schönen Schein“ in dem Glauben bestärkt, es gebe einen Weg nach „oben“, dahin, wo man sich all das dann auch leisten kann.

Der Geist in der (Buchdrucker)Maschine hat Gott getötet – einen Gott, der einem ein Paradies versprach, natürlich erst nach dem Tod. Während des Lebens (das hatte nur zweitrangige Bedeutung, wichtig war nur, was danach kam) hatte man diesem Gott zu huldigen – durch Arbeit für seine Priester und den eigenen „Herrn“.

Die Aufklärung begann damit, dass zum Ersten Mal der einfache Mensch – Bauer, Handwerker, Lohnarbeiter, Frauen (vor der Aufklärung und noch lange danach waren Frauen nicht viel mehr als Gebärmaschinen und sowieso „Schuldig“, dank der „Frohen Botschaft“ der Bibel) – billig an Wissen kam (nicht „Billiges“ Wissen, das was uns heute tagtäglich in diversen Zeitungen und Büchern geboten wird, „Billig“ im Sinne von „ich habe dieses „Echte“ Wissen günstig und ohne irgendwelche Zwänge erworben“), durch das per Maschine kopieren von Büchern, Flugblättern und Zeitungen.

Und jetzt? Gott ist immer noch tot, aber ein anderer Gott – Gott Mammon – wacht langsam auf und führt den Menschen zurück in das Dunkle Zeitalter, in dem es Wissen, beziehungsweise „Information“ nur noch für den gibt, der dafür bezahlt und vor allem auch bezahlen kann.
Wer etwas wissen will, der erreicht das nur, indem er den neuen Hohepriestern dieses Gottes Opfert … und alle Ungläubigen – die, die tatsächlich der Meinung sind, es gäbe ein „Recht“ auf freie Information – die werden diesem Gott ebenfalls geopfert – man wird sie Einsperren, Brandmarken und – wer weiß, es kommen dunkle Zeiten – vielleicht bald auch Foltern und Hinrichten.

So, wie es in anderen Ländern schon passiert.

Bildung, das ist der Weg zum Wissen – und Wissen, das ist Macht. Natürlich darf der einzelne kleine Mensch nicht zu viel Macht haben (und Macht bedeutet heute immer auch Geld, wo dann wieder unser neuer Gott ins Spiel kommt), deshalb wird zuerst die Bildung erschwert oder zur Billigen (dieses mal im abfälligen Sinne von „billig“ gemeint) Bildung degradiert – wie man heute unschwer an zum Beispiel dem Bachelor beim Studieren sehen kann – und das Wissen, das man sich selber beibringen könnte, unabhängig von Universitäten oder Professoren, das wird so Teuer gemacht, das es sich nur noch eine kleine Schicht derer, die ihrem Gott genug opfern, leisten kann.

Irgendwie sind die Zeiten der Aufklärung vorbei – vielleicht ja für immer. Jetzt geht es wieder darum, das der Mensch – wie ein Tier – Dumm „gehalten“ wird, damit er nur ja nichts gegen seine „Herren“ unternimmt – was er nicht weiß, das bekümmert ihn auch nicht. Die, welche davon Profitieren sind die, die auch die Wa(h)re Macht haben – nicht irgendwelche Politiker, die immer noch der Meinung sind, sie würden etwas gestalten, sondern diese Hohepriester des Geldes. Das sind die wahren Gewinner, alle anderen – Wir – sind nur eine stumpfe Masse, die man wie Kühe Melken kann und dann schließlich zur Schlachtbank führt.

Schöne neue Welt.

(Bild: The worship of Mammon, Evelyn de Morgan, Wikimedia Commons.)





Oh, Hamburger Deern

17 11 2009

Kennt noch jemand dieses Lied hier?

Oh Hamburger Deern
Süße Hamburger Deern
Nun sag bloß nicht jedem
Dass wir’n Liebespaar wär’n
Der gestrige Abend
Mit Bier und Pineau
Ließ mich bei dir landen
Da war ich ganz froh

Das war die Rentnerband, hier mal ein Video:

Ok, wer das Video bis zum ende gesehen hat, der weiß, die Hamburger Deern im Lied hieß Rosa – aber mittlerweile gibt es in Hamburg noch eine „Süße Deern“, und die Leuchtet sogar, und wie:

Forscher aus aller Welt haben in Hamburg ein neues Forschungsgerät der Superlative erhalten: Am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY ist gestern die modernste Ringbeschleuniger-basierte Synchrotronstrahlungsquelle der Welt feierlich eingeweiht worden. Wissenschaftler erhoffen sich von PETRA III grundlegende neue Einsichten in die Struktur der Materie.

(via scinexx.)

Also ich würde mal so sagen, PETRA III ist nicht unbedingt ein Mädel für nur eine Nacht ;)





Viel Glück, Oskar!

17 11 2009

Da muss man nicht viel mehr zu sagen:

… Es gibt viele sachliche Gründe, politisch gegen die Linkspartei zu argumentieren. Motive, eine zweite Hasskampagne gegen Lafontaine zu inszenieren, rechtfertigen sich damit nicht. Dahinter steckt die nicht akzeptable Absicht, ein ungeliebtes politisches Projekt insgesamt abzuschießen. Eine Art Liebesdienst für die SPD. Das zeugt von einem menschlich erbärmlich niedrigen Niveau und hat mit der demokratischen Wächterfunktion der Medien nichts zu tun. Muss das Oskar Lafontaine verantworten, weil er zu lange geschwiegen hat, wie es wirklich um ihn steht? Nein. Er verdient unser Mitleid in einem rücksichtlosen medialen Umfeld und unsere Sympathie. Dem Menschen Lafontaine wünschen wir viel Glück am kommenden Donnerstag, dem Tag seiner Operation.

(via Stern.de)





Ein tolles Land…

17 11 2009

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In was für einem unglaublich Tollen, Freien und Demokratischen Land leben wir eigentlich, in dem Menschen auf der Suche nach (guter!) Bildung von randalierenden Polizeimobs brutal zusammengeschlagen und mit Elektroschocks Traktiert werden?

Demonstierende Studenten und Schüler von den Polizisten eingekesselt

Etwa 200 Studenten und Schüler, die heute gegen Missstände im Bildungssystem demonstrierten, sind momentan von den Polizisten am Essener Porscheplatz eingekesselt. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen. Die Polizisten gehen teilweise brutal vor und bedrohen die Protestierenden durch Elektroschocker. Die nicht eingekesselten Studenten zeigen sich solidarisch: Sie organisieren Wasser und Brötchen für die Kommilitonen. Alle eingekesselten werden eine Anzeige bekommen, hat die Polizei verkündet. Dabei verhielten sich die Protestierenden während der Protestaktion friedlich.

(Weiterlesen bei den ruhrbaronen .)

Wir brauchen nicht nach China, Nordkorea oder sonst wohin in der so genannten dritten Welt zu schauen – die Freiheit, die Würde des Menschen, das Recht jedes Menschen auf Bildung und (unter anderem) freie Meinungsäusserung geht gerade in unserem Land extrem den Bach herunter!

Ein tolles Land….

Update: Hier gibt es eine „Stellungnahme“ des Essener Polizeimobs dazu.





Weltempfänger …

16 11 2009

altes_radio.jpgIch weiß ja nicht, ob es noch viele Leute gibt heutzutage, die diesen Begriff überhaupt noch kennen – „Weltempfänger“. Keine Ahnung, wie ich jetzt darauf komme, aber ich habe mich gerade an mein erstes Radio erinnert – ein riesiger hölzerner Kasten, vorne mehrere Skalen, auf denen so Exotische Sachen wie „Radio Peking“ oder „Radio Moskau“ oder ähnliches stand, Links und Rechts zwei große runde Knöpfe und in der Mitte ein so genanntes „Magisches Auge“. Das, liebe Kinder, war eine seltsam grünlich leuchtende Anzeige mit zwei Balken – je näher diese Balken sich kamen, desto besser war der Empfang – etwas, was mich schon als Kind fasziniert hat (Ok, diese Anzeigen gab es auch in Rund, aber alle Röhren-Radiogeräte, die ich besaß, hatten die Anzeige in Balkenform). Ich konnte Stunden abends (oder nachts – heimlich, und ganz leise) damit verbringen, vor diesem Kasten zu sitzen und den merkwürdigen Tönen zu lauschen, die dieses Gerät von sich gab.

Manchmal – irgendwo auf der Mittel-, Kurz- oder Langwelle – konnte man seltsam abgehackte, verzerrte Menschliche Stimmen hören, die, auf Arabisch, Russisch oder in irgend etwas Asiatischem vor sich hin redeten. Ich habe mir dann häufiger vorgestellt, das diese Asiatische Stimme nicht (was wohl wahrscheinlicher war) die neuesten Produktions- und Erntezahlen auf „dem großen Marsch in die Zukunft (oder wohin auch immer sonst)“ von sich gaben, sondern das ich da einem einsamen Funker auf einem Schiff irgendwo in den weiten des Pazifik lauschte.

Das war wahrscheinlich eher selten mal der Fall, ich fand es aber trotzdem immer wieder spannend, diesen Stimmen zu lauschen. Manchmal konnte man auch Musik hören – seltsame Musik. Irgendwas Asiatisches, sehr Fremdes – oder auch durch die Verzerrung sich sehr merkwürdig anhörende Kosakenchöre oder Klassische Musik. Vielleicht kommt ja daher auch mein Faible für alle „Fremdländische“ Musik (um mal dieses etwas seltsam anmutende Wort zu verwenden – eigentlich würde man dazu wohl „Ethnische Musik“ sagen, oder so ähnlich).

Manchmal (eher selten) konnte man auch einen dieser Sender wirklich Glasklar empfangen (Sternklarer Himmel, Vollmond, Tanzende Elfen – irgendwie ließ sich das nie so wirklich ausmachen, warum man einen Sender genau jetzt so gut empfangen konnte), das war dann schon ein ganz besonderes Highlight – ich kann mich an eine Sendung irgendwo aus (Nord)-Amerika erinnern, in der fast 2 Stunden lang Blues gespielt wurde – in einer extrem guten Klangqualität. Wahrscheinlich das erste mal in meinem leben, das ich Blues wirklich richtig „zugehört“ habe.

1084 klein 02 Roehrenradio Siemens.jpegEin andern mal habe ich tatsächlich einer Art Kosakenchor gelauscht, und ich vermutete aus dem wenigen, was ich von dem Sprecher mitbekommen hatte, das es sich dabei um einen Sender aus Wladiwostok gehandelt haben „könnte“ – aber kann auch sein, das ich mir das einfach nur eingebildet habe – ich meinte wenigstens, das ich den Namen Wladiwostok verstanden hätte (das ganze habe ich übrigens auch nur deshalb noch in Erinnerung, weil ich nach dieser Sendung in einem Atlas geblättert habe und versucht habe herauszufinden, wo dieser Mysteriöse Ort liegen könnte (Liebe Kinder, Damals™ gab es weder Google noch dieses ominöse Internet! Da musste man tatsächlich noch in echten Büchern blättern oder jemanden fragen, der sich damit auskannte.). Das habe ich übrigens erst sehr viel später herausgekriegt. Schon erstaunlich, was manchmal so alles im Gedächtnis haften bleibt, oder?).

Was ich relativ häufig gehör bzw. mitbekommen habe, waren Morsezeichen – Faszinierend, Fremd und sehr geheimnisvoll. Damals kannte ich sie noch nicht – später, während meiner Zeit bei den Pfadfindern (Ja, ja … das ist eine andere Geschichte) und einer kurzen Zeit bei der „Amateurfunkerjugend“ (noch eine andere Geschichte …) , habe ich sie dann kennen gelernt, aber da gab es dann schon andere „Sachen“ (z.B. Mädchen), die erheblich interessanter waren als vor einer alten Holzkiste zu hocken und komischen Geräuschen zu lauschen – Obwohl, ich gebe es ja zu, ich das auch später noch ab und man mal gemacht habe – auch, wenn es dann schon eher die Schallplatte war, die mich in ihren Bann schlug (und noch immer schlägt …).

Heute höre ich übrigens immer noch sehr gerne Radio, allerdings meistens über das Internet – es gibt sehe geniale Sender weltweit und zum Glück lassen sich viele davon inzwischen über das Internet in sehr viel besserer Qualität empfangen – man muss sie nur finden.

Leider gibt es dafür kein „Magisches Auge“ oder einen einfachen Drehknopf mehr, und irgendwie ist es auch nicht mehr ganz so faszinierend wie Damals™ – aber das liegt vielleicht auch daran, das einfach die Morsezeichen, das Rauschen und die verzerrten Stimmen fehlen – wer weiß.





links for 2009-11-14

15 11 2009
  • Wir werden alle sterben!!!1!!elf!! Während wir noch immer auf den Weltuntergang durch das fiese Schwarze Loch aus dem CERN warten, steht schon eine weitere Forschungsanlage im Fadenkreuz wissenschaftsferner Kritik: Diesmal hat’s das Hamburger DESY erwischt. Dazu ein Gastbeitrag der Physikerin Dr. Kathrin Goldammer:
  • Wer wird denn gleich von Zensur reden – nur ein bisschen Geschichtsfälschung: Der ursprünglich vorgesehene Text hatte mit den Sätzen geendet: »Neue Gesetze über Staatsangehörigkeit und Zuwanderung schufen erst seit der Jahrtausendwende die neuen Rechtsgrundlagen. Während innerhalb Europas die Grenzen verschwinden, schottet sich die Gemeinschaft der EU zunehmend nach außen ab. Die ›Festung Europa‹ soll Flüchtlingen verschlossen bleiben.« In der nun ausgestellten Version fehlen die letzten beiden Sätze. Stattdessen steht da nun die staatliche Bekanntmachung: »Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert seitdem staatlicherseits die Integration von Zuwanderern in Deutschland.«




Schweinegrippe-Impfung

14 11 2009

Ein Ausschnitt aus den Mitternachtsspitzen vom 14.November 2009. Loki & Smoky :-D





Google und die Bücher.

14 11 2009

Gerade habe ich im Radio gehört, das sich Google in den USA mit Verlegern geeinigt hat wegen des einscannens und veröffentlichen von „vergriffenen“ Büchern (genau so hieß es im Radio). Jetzt überlege ich gerade mal kurz… die Bücher sind vergriffen, also will kein Verlag die mehr drucken, weils wahrscheinlich zu teuer ist. Und jetzt kommt also jemand anders daher (Google), gibt einen Haufen Geld aus um genau diese vergriffenen Bücher der Allgemeinheit zugänglich zu machen, und JETZT auf einmal kommen die Verlage an und wollen dafür Geld sehen.

Das nennt man dann wohl Kapitalismus und ich muss es nicht unbedingt verstehen, oder?





links for 2009-11-13

14 11 2009
  • Demnach halten 55 Prozent den Islam für eine intolerante Religion, und 31 Prozent glauben, daß Muslime Terrorismus als Heldentat ansehen. Laut Studie sind auch rassistische Einstellungen weit verbreitet. Ein Drittel der Interviewten glaubt, daß es eine »natürliche Hierarchie zwischen schwarzen und weißen Menschen gibt«.
  • Alle Jahre wieder legen die Wirtschaftsweisen ihr Jahresgutachten vor; so geschehen auch heute und bereits ausgiebig von den Medien kommentiert, “Sachverständigenrat rügt Regierung”, “Wirtschaftsweise mahnen harte Einschnitte an” – jaja, das kennen wir alles.

    Aber in besagtem Gutachten gibt’s auch ein paar hintere Kapitel, da geht’s u.a. um Einkommens- und Vermögensverteilung, und daraus jetzt mal ein paar interessante Passagen:

  • Die Kosten steigen von Jahr zu Jahr um rund 2,5%. Die Arbeitgeber sollen allerdings von künftigen Kostensteigerungen ausgenommen werden. Auf der Ausgabenseite will und kann man nicht sparen – schließlich gehören Ärzte und Apotheker zur Stammwählerschaft der FDP und auch die Gesundheits- und Pharmaindustrie kann fest darauf zählen, dass Schwarz-Gelb ihnen bei ihrem Renditestreben nicht in die Parade fährt. Steigende Kosten auf der Ausgabenseite bedingen steigende Kosten auf der Einnahmenseite – ohne Beteiligung der Arbeitgeber kann dies nur eine massive Mehrbelastung der Arbeitnehmer bedeuten, und die soll, so will es die Regierung, einkommensunabhängig per Pauschalbetrag erhoben werden. Aus dem "Mehr Netto vom Brutto" wird für die Mehrheit des Volkes also nichts. Aber darum geht es Schwarz-Gelb ja auch nicht. Die "Leistungsträger" werden durch die gesundheitspolitischen Novellen jedenfalls massiv entlastet – Mission erfüllt.
  • Nur Aufklärung wolle er, beteuert der Bruder. Der Bruder von Tennessee Eisenberg, der mit zwölf Polizeikugeln im Körper hingerichtet wurde. Es geschah am 30. April 2009 in Regensburg, Bayern. Die Polizei wurde zu einem Haus gerufen, wo ein Mann sagte, er werde von einem anderen bedroht.