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Irgendwie habe ich im Moment das Gefühl, ich befinde mich – mutiert zu ein paar elektronischen Signalen – in einer Anrufbeantworter-Warteschleife. Nichts geht, nichts passiert, ich sitze da und warte, das etwas, irgendetwas passiert.
Ein „bescheidenes“ Gefühl, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken.
Auf meiner „zu Erledigen“-Liste (Todo heißt es ja wohl jetzt so schön auf Denglish) sind alle Firmen, die ich anschreiben könnte, mittlerweile abgehakt, die Anfrage für eine Weiter- bzw. Fortbildung ist – an mehrere Institute, die solche durchführen – raus, die schriftliche Bitte um Unterstützung durch die ARGE ist auch raus. Die mündliche Antwort auf meine Bitte ist ein „Ja“, aber wir leben hier in Deutschland – ohne ein Formular und ein Schreiben (nach Möglichkeit in 3-facher Ausfertigung) läuft hier gar nichts.
Meine Bewerbungen ins Ausland (in diverse Länder Europas) sind auch alle geschrieben – Ok, dass das länger dauert, ist schon klar – immerhin habe ich aus dem Ausland schon einige Antworten (Bestätigungen über den Eingang meiner Bewerbung) bekommen, etwas, wozu sich deutsche Firmen anscheinend zu schade sind. Aus deutschen Landen habe ich sage und schreibe NULL Antworten bekommen bis jetzt. Noch nicht einmal eine kurze Email, SMS oder einen Anruf, das meine Bewerbung eingegangen ist.
Ich könnte jetzt schon wieder jede Menge wüste Beschimpfungen vom Stapel lassen – aber dazu bin ich zu Müde. Nicht nur jetzt, wo ich dies schreibe, sondern irgendwie und überhaupt.
So ein Leben in der Warteschleife ist nicht so wirklich das wahre.
Dazu kommt dann noch, das mein Zeitgefühl, Empfinden – oder ganz allgemein mein Zeitrhythmus inzwischen mal wieder komplett durcheinander geraden ist. „Normale“ Menschen arbeiten tagsüber und schlafen nachts – je nachdem vielleicht so 5-7 Stunden. Ich gleiche mich da gerade Herrn Pauli, meinem Kater, an – Katzen schaffen es ja bekanntlich, am Tag immer mal wieder ein/zwei Stunden zu schlafen und dann mal wieder eine halbe Stunde wach zu sein.
So ähnlich geht es mir auch – nur das der Schlaf kein richtiger Schlaf mehr ist – eher so eine Art Wachkoma … erschreckend, oder? Und viel besser kann ich es auch nicht wirklich beschreiben.
Warteschleife halt.
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Ich weiß ja nicht, ob es noch viele Leute gibt heutzutage, die diesen Begriff überhaupt noch kennen – „Weltempfänger“. Keine Ahnung, wie ich jetzt darauf komme, aber ich habe mich gerade an mein erstes Radio erinnert – ein riesiger hölzerner Kasten, vorne mehrere Skalen, auf denen so Exotische Sachen wie „Radio Peking“ oder „Radio Moskau“ oder ähnliches stand, Links und Rechts zwei große runde Knöpfe und in der Mitte ein so genanntes „
Ein andern mal habe ich tatsächlich einer Art Kosakenchor gelauscht, und ich vermutete aus dem wenigen, was ich von dem Sprecher mitbekommen hatte, das es sich dabei um einen Sender aus Wladiwostok gehandelt haben „könnte“ – aber kann auch sein, das ich mir das einfach nur eingebildet habe – ich meinte wenigstens, das ich den Namen Wladiwostok verstanden hätte (das ganze habe ich übrigens auch nur deshalb noch in Erinnerung, weil ich nach dieser Sendung in einem Atlas geblättert habe und versucht habe herauszufinden, wo dieser Mysteriöse Ort liegen könnte (Liebe Kinder, Damals™ gab es weder Google noch dieses ominöse Internet! Da musste man tatsächlich noch in echten Büchern blättern oder jemanden fragen, der sich damit auskannte.). Das habe ich übrigens erst sehr viel später herausgekriegt. Schon erstaunlich, was manchmal so alles im Gedächtnis haften bleibt, oder?).







