Am 14.10. Wählen gehen!

30 08 2007

Ich sags einfach jetzt schon mal: Geht Wählen! Und wenn ihr am 14.10. schon was anderes vorhabt, holt euch die Briefwahlunterlagen! Das hier ist wichtig!


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1. „Rettet den Volksentscheid“

Dass die Hamburger Bevölkerung im Jahr 2004 beim Verkauf des Landesbetriebs Krankenhäuser (LBK) und bei dem neuen Wahlrecht für Hamburg eigenständig entschieden hat, war dem Senat und der CDU-Mehrheit so zuwider, dass sie daraufhin die Volksgesetzgebung für die Zukunft so erschwerten, dass sie de facto abgeschafft würde. 100.000 Stimmen bei dem Volksbegehren „Rettet den Volksentscheid“ zwangen die CDU zur Wende: am 14. Juni hat sie die einfachen Durchführungsbestimmungen für Volksentscheide zähneknirschend übernommen.

2. „Hamburg stärkt den Volksentscheid“

Auch inhaltlich gefielen die per Volksentscheid beschlossenen Gesetze der CDU nicht. Zweimal hat sie den Willen des Volkes ignoriert. Der LBK wurde verkauft und das Volkswahlrecht wurde, ohne dass es jemals angewendet worden war, im Oktober 2006 von der CDU im Alleingang nach ihren eigenen Interessen geändert.
Zwar wurde das CDU-Wahlrecht für verfassungswidrig erklärt, aber an dem Umstand, dass laut derzeitiger Verfassung 62 Mandatsträger einer Partei ohne Umstand einen Volksentscheid übergehen können, hat sich nichts geändert. Für eine lebendige Demokratie mit funktionierender Volksgesetzgebung ist daher die Verankerung verbindlicher Volksentscheide in der Verfassung unbedingt erforderlich.





Kommt einem das nicht bekannt vor?

30 08 2007

Angeblich leben wir ja in einer Demokratie. In der übrigens auch das recht auf freie Meinungsäusserung gilt.Da ist es schon komisch, wenn Leute, die Intelligenter als der Durchschnitt sind und dann noch einen Bibliotheksausweis besitzen, sofort des Terrorismus verdächtig erscheinen. Das der Staat jetzt allerdings soweit geht, Wohnungen ohne Durchsuchungsbeschluss zu untersuchen, das gab es zuletzt in Deutschland bei der Stasi und der Gestapo! Ich frage mich allmählich, wann das erste KZ wiedereröffnet wird…

Erneut Durchsuchung bei Andrej H.: “Die Anwältin des HU-Wissenschaftlers kritisierte dieses Vorgehen als „ungeheuerlich‘. Drei Beamte hätten in Prenzlauer Berg 90 Minuten lang die Ermittlungsakten durchgesehen, die H. kurz zuvor von ihr erhalten habe. „Die haben dann schnell gemerkt, dass sie ihre eigenen Akten vor sich haben‘, sagte Anwältin Christina Clemm. Das Vorgehen sei bizarr. Die Ermittler hätten zudem keinen schriftlichen Durchsuchungsbeschluss vorweisen können, berichtete die Anwältin. Die Beamten hätten behauptet, es gebe einen richterlichen Beschluss, sie hätten ihn aber nicht dabei. Von der Generalbundesanwaltschaft war keine Stellungnahme zu erhalten. “

(Quelle Tagesspiegel.)

Oder werden dann Verdächtige heimlich der CIA übergeben, die sie dann kurzerhand irgendwo im Ausland, wo gefoltert wird (Schäuble hat es ja schon mal gesagt, das würde er gerne auch hier wieder haben wollen….), verschärft zu befragen?





Vorhof zur Hölle

30 08 2007

Ich war heute beim Arbeitsamt. Sowieso keine besonders angenehme Aufgabe, aber
dieser “Besuch” Heute hatte es dann in sich. Ich betrat also das Haus, in dem sich die ARGE, oder wie es sich heute so schön nennt, “team.arbeit“, kämpfte mich durch Horden Arbeitssuchender, die vor dem Empfang herumlungerten, fuhr mit dem
Fahrstuhl, der eher an einen jener berüchtigten Fahrstühle aus einem seid 50
Jahren nicht mehr renovierten SAGA-Haus zu stammen schien und nicht aus einem
Neubau, in den 4 Stock. Dort öffnete ich dann eine Tresor-ähnliche Eingangstür
und befand mich nun auf einem gelbgestrichenen, kahlen Flur wieder. Mit einem
leichten grummeln im Magen klopfte ich dann an das Zimmer Nr. 101 (Sorry,
falscher Film – nicht das Zimmer mit den Ratten aus dem Buch 1984) 415, trat
ein und sagte dann in Richtung eines kleinen, dicken, brillentragenden
weiblichen Wesen, das gekrümmten Rückens hinter einem Schreibtisch sahs, einen
Guten Morgen” und das ich einen Termin um halb Neun hätte. das Wesen hinter dem Schreibtisch starrte weiter gebannt auf dem Monitor, drehte sich dann aber nach
gefühlten 5 Minuten mit seinen Glubschaugen zu mir und antwortete “Warten sie
draussen!
“.

Ich also wieder raus aus diesem Raum, suchte mir einen Platz (es war
erstaunlich leer, nur 2 weitere arme Sünder harten gleich mir auf ihr
Todesurteil), und starrte gottergeben auf die schwefelgelbe kahle Wand vor mir.
Nach einer Viertelstunde öffnete sich die Tür wieder, das bebrillte Wesen
röchelte meinen Namen und verschwand wieder hinter seinem Schreibtisch. Ich
folgte, setzte mich brav auf den freien Stuhl, sagte nochmals “Guten Morgen“,
was von dem Wesen, das wieder gebannt irgendetwas auf dem Monitor verfolgte,
mit einem laut gezischten “Ausweis!” quittiert wurde. Ich gab dem Wesen meinen
Ausweis, während ich mittlerweile sehr beunruhigt einige Veränderungen in dem
Zimmer zur Kenntnis nahm. Das Raum hatte sich verändert! Eher Höhlenartig und
dunkler war er geworden, und hinter dem Schreibtisch sahs jetzt nicht mehr das
bebrillte weibliche Wesen, sondern ein schleimiges, Glatthäutiges Etwas mit
Froschhänden, das, während es weiter in den Monitor glubschte, leise vor sich
hin zischte “Meeeein Schaatzz”.

Es sah mich an. Ich gab also mein Anliegen, wegen dessen ich gekommen war, an
(Selbiges tut hier nichts zur Sache – als ALG II Empfänger wichtig, wenn nicht
lebenswichtig), während das Gollum-Artige Wesen, als das ich es jetzt ansah, anfing, mit seinen ekeligen Froschhänden die Tastatur der Datenverarbeitungsmaschine zu malträtieren. Es folgte ein geflüsterter Telefonanruf – wurden jetzt die Schergen geordert, die mich in den Keller zum Verhör schleifen sollten? oder benachrichtigte das Gullumwesen den Hauptmann der Orks, “Kocht ihn langsam, bis er gar ist, ich habe Hunger“? – gefolgt von den Worten “Warten sie draussen!“. Erleichtert ging ich nach draussen, nicht ohne mir vorzustellen, wie dieses Wesen bereits in Vorfreude auf die neue Mahlzeit seine Lippen leckte.

Nachdem ich eine Viertelstunde wieder in diesem schwefeligen, endlosen Flur gewartet hatte (oh ja, der Vorhof zur Hölle hat sich verändert! nicht mehr kleine
Teufel, die einen mit spitzen gabeln traktieren und ins Feuer stossen, kahle,
endlose Flure mit verschlossenen Türen und dahinter vor sich hinmümmelnden
beamten – das ist die neue Hölle!), schlurfte etwas zur Tür, öffnete diese und
zischte ein “kommen sie” in meine Richtung. Ich kam. Der Monitor hatte sich
mittlerweile in das glutrote Auge von Mordor verwandelt, suchte den Raum nach
neuen zu versklavenden Opfern ab, während das Gollum immer wieder leise zischte
“Mein Schaatzzzz”. Oder vielleicht litt auch meine Wahrnehmung und der Monitor
war zu dem roten Auge von HAL 9000 geworden, während eine angenehme Stimme sprach: “Guten Morgen, Dave. Leider kannst du nicht weiterleben. Ich muss
dich jetzt abschalten.

Die Datenmaschinerie ratterte, spie einen Wust an Papieren aus,
die mir das Gollum mit einem dahin geflüsterten “unterschreiben!” auf den Tisch
legte. Was auch immer es war, vielleicht der Überstellungsbefehl in den
nächsten Gulag – gleich würden die KGB-Schergen kommen und mich in den nächsten Viehtransporter werfen oder gleich auf den Hinterhof… und ein Kopfschuss – ich unterschrieb. Nur raus hier, bevor das Gollum, dem die nackte Hungrige Gier in den Augen stand, mich zu seiner nächsten Mahlzeit machen würde!

Mit einem verächtlichen zähnefletschen warf mir das schleimige Monster dann
meinen Ausweis wieder zu und flüsterte “Sie können gehen“. Ich sah dem Gollum
noch einmal in die Glubschaugen, sagte “Einen Schönen Tag wünsche ich noch” und ging, die Tür hinter mir schliessend, aus dem Zimmer. Hatte ich tatsächlich
noch gesehen, wie sich das Wesen bei meinen freundlichen Worten zusammenkrümmte,
die Hände zu Fäusten ballte und leise immer wieder die Worte “Mein Schatz” vor
sich hin sabberte? Egal! Nur raus aus diesem dunklen Turm der Macht!

Draussen auf der Strasse, statt des modrigen Gestanks von Mordor wieder die
angenehm verpestete Stadtluft geniessend, hatte ich das Gefühl, aus einem
Albtraum aufgewacht zu sein, und fuhr dann, wieder halbwegs beruhigt, meiner
Wege.





Grottenkick!

27 08 2007

Ok, es gibt Spiele, die sind einfach nur vom allerfeinsten, aber verlieren tuen wir sie doch – wie z.B. gegen Köln. Dann gibt es ein mieses rumgekicke wie gegen Jena, das dann nach unserem Tor aber wenigstens noch dramatisch wurde. Und dann gibt es so spiel wie gestern gegen Koblenz… Unterirdisch! 11 Mann auf dem Platz, die anscheinend überhaupt kein Konzept hatten und spielten, als hätten sie vorher Valium oder ähnliches genommen. Und das dann gegen Gegner, die zumindest Technisch eindeutig besser und “abgeklärter” waren.

90 Minuten Langeweile pur, dazu ein (ein!) Torschuss, der dann auch noch reinging und ungefähr zwei Elfmeter, die Koblenz hätte kriegen müssen… Naja, nicht nur St. Pauli war Unterirdisch, der Schiri irgendwie auch.

Naja, nach dem Spiel dann im Millers weder das Obligatorische Bier, diesmal irgendwie mit der “gefühlten Niederlage” im Kopf. Oder ist das jetzt Effizienz in Vollendung? 2 grottenschlechte Spiele hintereinander, 2 Torchancen und 2 Tore… Ein bisschen mehr Leidenschaft würde ich aber doch gerne sehen! Der Tabellenplatz (Platz 6!) darf aber bitte gerne bis zum ende der Saison so bleiben ;-)

Und später dann im Millers hab ich dann noch einen Typen kennen gelernt, der auch in Buchholz gewohnt hat (bzw. noch wohnt), und mit dem konnte ich dann noch herrlich über alte Zeiten in Buchholz und die dortige Musikszene schwafeln… Namen, die ich seid Jahren nicht mehr gehört hatte! Das ist dann doch ein netter Abschluss dieses Sonntags gewesen

Ach ja, ein paar Spielberichte gibt es unter anderem hier (Homepage FC St. Pauli), hier (Kicker), hier (Hamburger Morgenpost), hier (Hamburger Abendblatt) und hier (Die Welt). Wieso steht eigentlich nichts in der TAZ, oder hab ich das übersehen? Sonderlich übersichtlich ist deren Homepage ja irgendwie nicht…

Hab ich eigentlich erwähnt,das ich Sonntagsspiele um 14:00 Uhr einfach nur Scheisse finde?





Kölle Allaf (oder so)

25 08 2007

Man, man, man… Wenn ich Köln-fan wäre, hätte ich ja wohl heute einen Infarkt nach dem anderen bekommen! Hab vorhin die zusammenfassung auf DSF gesehen, das muss ja echt heftig gewesen sein. Da hoffe ich ja nur, das unsere Jungs das am Sonntag bitte nicht ganz so spannend machen und einfach nur 3 Punkte einfahren!





Keine Papierboot-Odyssee

24 08 2007

Es ist schon cool, auf was für Ideen manche Leute kommen… Da wollte doch einer tatsächlich mit einem selbstgefalteten Papierboot von Lauenburg aus ans Ende der Welt schippern, scheiterte aber schon auf der Elbe an der deutschen Bürokratie.

Kurzes Abenteuer: Wasserschutzpolizei stoppt das Papierboot:

Geplant war: Seine Barkasse zieht das Papierboot die Elbe runter bis Brunsbüttel, bis dorthin hatten die Wasser- und Schifffahrtsämter den Törn genehmigt. Allerdings unter Auflagen, wie Bölter gestern Abend zugab, “und diese Auflagen können wir nicht erfüllen”. Ein Gutachten zur Schwimmfähigkeit habe die Polizei vor einer Woche gefordert, das hätte 30 000 Euro gekostet und wäre so schnell niemals einzuholen gewesen, erklärt Bölter später

(Quelle: Hamburger Abendblatt.)

Irgendwie kann man da nur noch mit dem Kopf schütteln. Ok, das Teil, mit dem der Mensch da losfahren wollte, war 9 Meter lang, aber braucht man heutzutage wirklich für jeden Müll eine Genehmigung? Vielleicht ja auch für ein kleines A4-Papierboot? Ich werds demnächst an der Elbe mal antesten…





Ein schlechter Scherz, oder?

23 08 2007

Also “Nachrichten” sind das, was die Privaten einem da so Tagtäglich vorsetzen, ja eher nicht…

Private sehen ihre Nachrichtensender durch Digitalpläne von ARD und ZDF gefährdet

(Quelle Heise Newsticker.)





Stellvertreterlogik

22 08 2007

Mit 15 (oder war ich 16?) bin ich aus der Katholischen Kirche ausgetreten. Damals wohl eher aus reiner Protesthaltung (ich hatte grade meine ich-bin-gegen-alles-punk-phase), aber heute bin ich ja sowas von froh darüber…

Vatikan gegen Abtreibung bei Vergewaltigung:

Der Vatikan schließt ein Recht auf Abtreibung auch bei Schwangerschaften als Folge von Gewalt aus. Eine entsprechende Forderung von Amnesty International wies Kardinalstaatsekretär Bertone zurück.

(Via Netzeitung.)

Wenn es einen Gott gäbe, spätestens jetzt müsste er mit einem Riesen Blitz und Donnerschlag diese ganzen senilen Deppen da im Vatikan hinwegfegen! Und nicht nur da…





Haste mal n Euro?

21 08 2007

Ab und an schau ich ja mal, wenn ich nun wirklich nichts besseres zu tun habe, bei Winfried vorbei und frag mal so, was heute anliegt ;-) Tja, und heute gab er mir dann einen ganz besonders guten Tipp: “Es kommt nicht nur heute darauf an, sich dem Fortschritt zu öffnen. Neuer Technologie am Arbeitsplatz sollten Sie sich nicht verschließen. Buchen Sie einen Fortbildungskurs.” Eben… genau das, was ich ja schon lange vorhabe! Naja, also wer auch immer grade so überhaupt nicht weiss, wohin mit seinen sauer verdienten Euronen, her zu mir! Der Mann hat recht! Also Los!





Spiegel? Raus!

20 08 2007

Ich habe gerade mal meinen Newsreader (Vienna) aufgeräumt und ein paar sachen gelöscht, die ich eh nicht mehr lese. Unter anderem auch den Spiegel (nein, hier gibts keinen link…). Ich hab den Spiegel früher immer gerne und mit Interesse gelesen, irgendwann wurde er mir dann zu reaktionär, und irgendwann fand ich ihn einfach nur noch scheisse. Aber ein Blatt, das es in heutiger Zeit nicht hinbekommt, im Internet einen RSS-Feet zur verfügung zu stellen, der auch nur einen tick mehr als die Überschrift bringt, das fliegt einfach nur Raus! So!