Big Brother

4 06 2008

Also diese ganze Telekom-Abhör-Affäre stinkt ja nun wirklich gewaltig zum Himmel! Fefe hat dazu ein paar interessante Gedanken, die noch ein bisschen weiter gehen:

Verschwörungs-Gedanken

Ein paar Verschwörungs-Gedanken zu dem Telekom-Skandal. Die Telekom (Bonn) zahlt einer kleinen Firma in Berlin 400k Euro dafür, aus 8000 Datensätzen nach 5 Journalisten und 3 Gewerkschaftern zu matchen. Da würde ich noch nicht mal grep für anwerfen, das kann man auch direkt im Texteditor machen. Wenn jemand so einen Daten-Matching-Auftrag an mich vergeben würde (und der moralisch einwandfrei wäre), würde ich da einen Manntag für berechnen, und optional eine Präsentation der Ergebnisse beim Kunden im Haus anbieten. 400 Kiloeuro?!?

Ich finde ja, dass das alles stinkt. Nicht nur dass die so viel Geld gezahlt haben. Denkt doch mal drüber nach. Die Dienstleistung ist ein Filtern von Datensätzen. Die Telekom hat denen 8000 Datensätze gegeben. Von vielen Milliarden. Die Telekom hat also … Datensätze gefiltert, um sie einer Firma zu geben, um sie zu filtern. Offensichtlich kann die Telekom schon selber filtern, sonst hätten sie dieser Firma nicht 8000 sondern mehrere Milliarden Datensätze geben müssen.

Wieso ging dieser Auftrag also überhaupt an diese Firma, wenn die Telekom das auch selber gekonnt hätte? Normalerweise erklärt sich sowas mit Vetternwirtschaft, aber die Telekom-Vettern sitzen alle in Bonn, nicht in Berlin. Für mich sieht das ja nach Vorbereitung für eine Erpressung aus.

Wenn ich der Telekom-Vorstand wäre, und ich bräuchte diese Daten, dann würde ich das doch nicht an eine externe Firma rausgeben, den Auftrag! Und schon gar nicht so, dass die externe Firma mitkriegt, was sie da tut! Ich hätte das wie folgt gemacht. Ich wäre zum Datenbank-Admin gelaufen und hätte dem gesagt, ich bräuchte eine Live-OLAP-Demo, zum Evaluieren der Performance für zukünftige Anforderungen. Bzw haben die vermutlich sogar schon sowas für ihre Fraud Detection, die machen ja nichts anderes als Data Mining. Dann würde der Datenbank-Admin mir da ein Tool bzw ein Webfrontend geben für OLAP, und da würde ich dann nach den Gewerkschafter-Nummern und meiner Nummer fragen. Und dann nach ein paar zufälligen Zielnummern. Und dann nach den gewünschten Zielnummern. So weiß außer mir selber niemand, dass da gerade etwas anrüchiges stattgefunden hat.

Stattdessen maximiert die Telekom geradezu die Anzahl der Leute, die hier mitkriegen, dass da was streng riecht. Jemand filtert die Datensätze des Gewerkschafters raus und exportiert das als XML / CSV / whatever. Das ist schon mal anrüchig. Dann gibt jemand vertrauliche Daten an eine externe Firma weiter, das ist auch anrüchig. Und dann weiß diese Firma auch noch, was sie da matchen soll, das ist gleich der nächste potentielle Erpresser.

Warum würde jemand in der Telekom Kompromat sammeln? Ich vermute ja, das war jemand von vor Obermann. Obermann hat da die alte Garde geschasst, die haben das vorher kommen sehen, haben Kompromat gesammelt (und denkt mal drüber nach, kein anderer Datensatz hätte so für Aufsehen gesorgt wie Gespräche zwischen einem Gewerkschafter und einem Journalisten, das ist schon doppelt geschützt), und als Obermann nicht mit sich reden ließ und sie in Frühpension schickte oder so, da haben sie die Bombe platzen lassen. Oder so.

(Via Fefes Blog.)

Ich finde ja, man könnte das auch noch etwas anders interpretieren. Der Staat will offenen zugang auf unsere Verbindungsdaten (via Vorratsdatenspeicherung), kriegt diese aber – aufgrund von (noch) eingeschränkten Gesetzen, und anderer Hindernisse nicht so frei, wie er sie gerne hätte. Also Installieren unsere gesammelten Geheimdienste, von denen wir in Deutschland ja so einige haben, eine kleine Firma mit „Ex“- Mitarbeitern, mit denen man die ganzen anfallenden Daten Wunderbar einfach und Illegal nach was-auch-immer-man-braucht-oder-will durchleuchten kann! Fernab von allem, was hier Recht und Gesetz ist! Und es braucht mir keiner weismachen, das unsere Geheimdienste, so bescheuert sie manchmal auch agieren, nicht ganz genau wissen, was ihre Ex-Mitarbeiter so alles treiben!

Und wenn diese Firma „Netzwerk Deutschland“ auch noch ehemalige Stasi-Mitarbeiter beschäftigt, könnte ich mir ausserdem noch vorstellen, das diese Firma (mit dem geballten Wissen der Stasi) fast jeden Aufsichtsrat/Politiker oder wen auch immer bestechen und erpressen kann… mit welchem Ziel auch immer!





I Love Pauli

4 06 2008

Maulwurf.png

Wer hier ab und an mal reinschaut, der weiß ja, das ich nicht nur ein Faible für einen gewissen Hamburger Fussballclub habe, der, auch wenn viele Leute ihn einfach „Pauli“ nennen, nicht Pauli heißt, sondern St. Pauli, sondern auch noch einen Karthäuserkater gleichen Namens habe, bei dem zu wohnen ich das (manchmal etwas nervige) Vergnügen habe. Der ist Schneeweiß, und irgendwo hier habe ich auch schon mal das eine oder andere Bild von ihm reingestellt – ein aktuelles habe ich gerade nicht, also sucht einfach mal ;-)

Es gibt aber noch jemanden, der Pauli heißt, und das ist der kleine Maulwurf Pauli, den ich auch schon immer geliebt habe! Und jetzt, wo Jekylla sich geoutet hat, finde ich, ich darf das auch mal :-D

Ich glaube, ich muß mal schauen, ob man sich die Folgen beim WDR online noch anschauen kann – die Sendung mit der Maus gibt es da ja auch… ansonsten mal bei YouTube schauen…

Ach ja, wenn Jekylla ihren Beitrag „Pauli ist für alle da!“ nennt, dann scheint auf jeden Fall der WDR etwas dagegen zu haben, wie man unter anderem hier nachlesen kann.





Hurenkinder

4 06 2008

Hurenkinder.pngGerade habe ich mich von Freenet abgemeldet und „stolpere“ über den TV-Tipp des Tages. Und merke dabei mal wieder, wie sehr manchmal die Gedanken schon von Computern beherrscht werden. Nur kurz überflogen, das Wort „Hurenkinder“ gesehen, und gleich – nicht etwa an ein „Drama“ oder ähnliches gedacht, sondern an Typographische Fehler :-D Na ja, kann passieren, oder?