
Ich versuche mich mal an etwas für mich ganz neuem, ich versuche mich mal als Musikkritiker! Wer von meinen verehrten (wenigen) Lesern jetzt fragt “Oh Gott. Was will er denn nun schon wieder?“, hat wohl recht…. und die ganz ehrliche Antwort ist einfach: Es gibt was zu gewinnen, wenn man schreibt, und da ich gerade gerne schreibe, tue ich es einfach mal
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Es geht um das neue Album von Zettt, dass sich Toolz nennt und minimalistischer Techno sein soll, und über das ich gestern beim nach Fussballschauenden Surfen in meinem Newsreader gestolpert bin. Das Album gibts schon ein paar Tage, keine Ahnung, wieso mir das jetzt erst aufgefallen ist! Normalerweise ist Techno ja nicht wirklich meine Musik, aber ich bin neugierig und immer auf der Suche nach neuem. Und nach “Freier” Musik, also Musik, die man sich Kostenlos herunterladen kann.
Zur Musik von Zettt…. Öhm, ja. Bei Techno bin ich ja immer vorsichtig – normalerweise ist das nun gar nicht mein Musikgeschmack, aber da es da mittlerweile ja Spielarten wie Sand am Meer gibt, hör ich doch immer wieder rein – muss aber zugeben, das ich die meisten Abarten des Techno nicht wirklich korrekt einordnen kann. Weshalb ich trotzdem immer wieder neugierig bin, Techno ist elektronische Musik, und mit der bin ja nun sozusagen aufgewachsen… Neu!, Harmonia, Klaus Schulze, Kraftwerk, und, und, und… und die Musik mag ich….sehr!
Was mir bei Toolz so ziemlich als erstes Aufgefallen ist – es fehlt etwas! Irgendwie mag ich es, wenn Musik – egal welchen (elektronischen) Genres, so eine Art von dunklem Digitalen Grundrauschen hat. Schwer zu beschreiben (für mich), ich weiss! Ich kann mich noch an eine Diskussion vor gefühlten 150 Jahren mit einem Freund über die Gruppe Kraftwerk erinnern – der Streit ging darum, ob Kraftwerk jetzt warme oder kalte Musik machen würde. Ich empfand Kraftwerk, Neu! & Consorten immer als warme Musik, was vielleicht ja genau an diesem “Basshaltigen Grundrauschen” lag, andere sahen und sehen das halt ganz anders – was ja nichts anderes aussagt, als das Musik nur Subjektiv empfunden werden kann.
Aber zurück zu Toolz…. Irgendwie hört man da (finde ich, wie gesagt) zu sehr, das diese Musik an einem Rechner gemacht wurde, manches – wie das erste Stück (”Waves“) hört sich ein bischen an wie früher Computerspielesound (etwas, was sich bei mehreren Tracks fortsetzt), andere Tracks, wie etwa “One Day Before I Was A Reggae Song” (genialer Titel übrigens!) oder das ein bisschen an Kraftwerk erinnernde “Low Frequency Oscillator” gefallen mir da schon besser. Wie auch “Sandras Darkness“, das einen sehr schönen Anfang hat.
Ok, alles in allem bestimmt nicht das, was ich mir tatsächlich kaufen würde, aber zum Glück ist Musik ja Geschmackssache, und wie ich den Kommentaren auf des Künstlers Blog entnehme, gibt es eine menge Leute, die diese Art von Musik mögen!
Was ich aber auf jeden Fall – ganz ab von der Musik an sich – noch loswerden muss: Ich finde es hervorragend, das es junge Künstler wagen, ihre Musik Frei zum download unter einer Creative Commons Lizenz anzubieten! Das verdient auf jeden Fall Respekt, besonders weil der Künstler, wie ich einmal annehme, nicht bereits wie z.B. NIN, die über Jahre hinweg Massen an CDs und LPs verkauft haben und sich damit eine Goldene Nase verdient haben, und jetzt auf einmal ihre Musik auch Frei zum download anbieten – vielleicht einfach weil sie sich keine Geldsorgen mehr machen müssen… ok, ich schweife schon wieder ab… Also wie gesagt, der Künstler, der diese Scheibe zum download anbietet, hat bestimmt noch nicht viel Geld mit dem Verkauf seiner Scheiben verdient, umso besser finde ich es, das er ganz auf dieses Freie Modell der Musikverbreitung setzt. Da kann man ihm nur alles gute für die Zukunft wünschen!
Ach ja, auf seiner Homepage kann man dem Künstler, wenn die Musik denn gefällt, auch etwas Spenden – vielleicht kann er sich ja dann irgendwann mal einen analogen Synthie zulegen und noch ein bisschen basshaltiges analoges Grundrauschen einbauen – dann gefällt mir die Musik vielleicht noch besser
Nachtrag: Ok, beim noch mal durchlesen stelle ich fest, als Musikkritiker werde ich in meinem Leben wohl keinen Blumentopf mehr gewinnen. Dafür bin ich einfach nicht Objektiv genug und kann so manches leider nicht in die richtigen Worte fassen! Aber ich wollte eh mal öfters auch über Musik schreiben (ich liebe Musik und brauche sie wie die Luft zum Atmen!), und das war doch schon mal ne gute Gelegenheit, hier an einem Sonntag mal was zu schreiben.






