Mal wieder ein Griff ins Klo…

3 09 2008

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Man denkt ja immer, es geht nicht schlimmer. Da macht sich ein Berliner angeblicher Sozialdemokrat zum Enddarmstöppsel des Kapitals und erzählt uns, das man von dem Geld, was Hartz4 Empfänger im Monat bekommen, hervorragend Leben und Gehaltvoll Essen kann. Ja klar, wenn man nebenher noch Senator in Berlin ist und mehrere Aufsichtsratsposten hat, die mit Sicherheit gut Bezahlt werden, dann schon. Und dann kommt so ein abgehalftertes Wirtschaftwissenschafts-Arschloch aus Chemnitz daher und erzählt mal eben, das Hartz4 Empfänger doch viel zuviel Geld bekommen, so die taz.

[...] Zwei Chemnitzer Wirtschaftswissenschaftler halten einen Hartz-IV-Regelsatz von 132 Euro für ausreichend – nur rund ein Drittel der bisherigen Höhe. Das geht aus einer Studie hervor, die am Mittwoch auf der Internetseite der Technischen Universität Chemnitz veröffentlicht wurde.

Für alle Bereiche des Lebens, ob Ernährung, Kommunikation oder Kultur, sehen die Wissenschaftler erhebliches Kürzungspotenzial des derzeitigen Regelsatzes von rund 350 Euro. „Die sozialen Geldleistungen sind an der Obergrenze angekommen“, sagte der Leiter der Studie, Friedrich Thießen, der taz. [...]

Thießen, du alte Scheisse, ich frag mich ja gerade, von welchen Neoliberalen Sozialschmarotzern du dir dein Hirn hast wegvögeln lassen!? Und solche Vollidioten sind tatsächlich an einer Uni und werden vom Staat auch noch als Professor bezahlt? Und Lehren irgendeinen Schrott?

Eigentlich kann ich nur hoffen, das ihm in Chemnitz mal eine Horde Skins über den Weg läuft, die ihn Krankenhausreif schlägt…

ARSCHLOCH!



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8 Antworten

4 09 2008
Duckhome

Hartz IV – Machen wir doch einfach mal ein Konjunkturprogramm…

Nachdem selbst die etwas dümmeren Politiker und sogar die gekauften Politiker gesehen haben, dass die aktuellen Hartz IV Beträge schlicht und ergreifend nicht ausreichend sind, muss natürlich eine Gegenbewegung eingeleitet werden…

5 09 2008
Hartz IV - Machen wir doch einfach mal ein Konjunkturprogramm | Radio Utopie

[...] die sicher nur in böser Absicht, oder vielleicht auch in verständlicher Wut, als Arschlöcher bezeichnet werden, was man natürlich nicht tun darf, da sich in Deutschland garantiert ein [...]

5 09 2008
julia

Prof. Dr. Friedrich Thießen
Kurzbiographie

* Jahrgang 1957
* Studium in Köln, Frankfurt und den USA, Diplomvolkswirt
* Promotion Universität Köln (Hans Willgerodt)
* Habilitation Universität Frankfurt (Wolfram Engels)
* Lehraufträge an Universität Kiel und der European Business School, OestrichWinkel
* Stipendien des DAAD und des Institute for Humane Studies in Washington
* Praxistätigkeiten: Devisenhandel, Internationale Finanzierung, Corporate Controlling und Mergers & Acquisitions bei der Shell AG, Hamburg, und der Hoechst AG, Frankfurt.
* Gründung des ersten Studiengangs „Investment Banking“ in Deutschland zusammen mit der Commerzbank und der Reuters AG.

-hier das Lebenslauf eines hochbezahlten „Forschers“-damit man weiß woher der Wind weht.

p.s.: es gibt Zeiten wann Trottel gefährlich werden obwohl sie nur lächerlich sind….

5 09 2008
BlogStory » Blog Archive » Hartz IV Studie - 132 Euro reichen zum Leben

[...] “Forschung” lesen und verstehen können. Und nein, ich nehm nicht das böse A-Wort in den Mund… Das ich aber nicht allein mit meiner Meinung bin, das beweisen zahlreiche [...]

6 09 2008
132€, und vielleicht einen Keks? « Moppelkotze::Blog

[...] dioe Mühe machen und meine ganzen Kassenbons durchforsten. Ich habe mir nämlich diesen Wisch des Devisenhändlers (danke Julia!) Friedrich Thießen tatsächlich angetan und gelesen. Aber zum Glück kann ich mir [...]

18 09 2008
Thearcadier

Vermutlich ging es einfach darum, zu zeigen, dass man auch von weit weniger Leben kann, als dem derzeitigen Hartz4-Satz. Dass das keinen Spaß macht, von Würde ganz zu schweigen, dürfte jedem klar sein. Andererseits kenne ich Menschen, die mit Hartz4 derart wenig Probleme haben, dass sie gar keinen Grund sehen, irgendwie Arbeit zu suchen. Und eins wollen wir nicht vergessen: Hartz4 ist eine Stütze, auf dem Weg zu einer neuen Arbeit. Also bitte immer von mehreren Seiten beleuchten. Auf der einen, diejenigen mit H4 am Limit krebsen, auf der anderen Seite, die die damit kein Problem haben. Und für jeden Blickwinkel gibt es Menschen, die ihn vertreten.
So, und jetzt werd ich mal meinen Hintern verwetten, dass gleich ein Sturm der Entrüstung über mir hereinbricht…

23 09 2008
Benj@min

Ich bin ein Neoliberaler. Und ich finde 132 € eindeutig zu wenig. Dieser Professor wollte wohl unbedingt mal seinen Namen in der Zeitung lesen.

24 09 2008
cajarore

@Benj@min: Jetzt bin ich ja tatsächlich ein bisschen überrascht. Würde mich ja schon mal interessieren, wie du dann Neoliberal eigentlich siehst bzw. beschreiben würdest…
Es sollte dir ja nicht entgangen sein, falls du hier öfters mal liest, das für mich das Wort Neoliberal ein ziemlich abfälliges Schimpfwort ist – für ganz bestimmte Leute.

@Thearcadier: Ich kenne auch mehrere Leute, die von Hartz4 leben (müssen), inkl. mir selber, und es kommt definitiv keiner mit dem Geld so aus, das er nicht arbeiten würde. Und wenn Hartz4 nur eine Stütze ist für einen Wiedereinstieg in die Arbeitswelt, dann wird dieser Weg einem jetzt schon extrem schwer gemacht – was ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Wie ein bewerben und Arbeitssuche mit nur noch der hälfte des jetzigen Geldes überhaupt funktionieren soll, das kann ich mir nicht vorstellen – das geht einfach nicht.
Klar gibt es Leute, die nicht Arbeiten wollen, die nie Arbeiten wollten. Das ist aber eine verschwindend geringe Minderheit, und wegen den paar Leuten sollen jetzt alle anderen darunter leiden?
Und ich habe es schon mal wo gesagt, dieser Staat ist immer noch Reich genug, das er die extrem wenigen, die gar nicht arbeiten wollen, immer noch irgendwie mit durchfüttern kann.

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