#Netlabel Frust.

25 08 2010
Ich mag ja Musik – nein, falsch, ich Liebe Musik. Deshalb höre ich ja auch fast ständig Musik und lade mir auch sehr viel Musik aus dem Internet herunter. Zum größten Teil inzwischen sogenannte “Freie” oder CC-Musik. Also Musik von Künstlern, die ihre Werke als MP3 oder ähnliches kostenlos zur Verfügung stellen – oder gegen eine Spende.

Mittlerweile gibt es auch eine Menge “Netlabels”, die solche Künstler “sammeln” und deren Alben auf ihrer Seite zum Download anbieten. Finde ich soweit ja auch alles ganz wunderbar.

Was ich allerdings gar nicht verstehe ist, jemand, der sich selbst als Netlabel bezeichnet, bietet MP3 an die WEDER vernünftig getaggt sind (also so, das im bevorzugten MP3-Player mindestens der Titel, der Künstler und das Album angezeigt werden), das kein Albumcover angeboten wird, das kein begleitender Text (als reiner Text oder auch PDF-Datei) angeboten wird und das kein Link zu der Seite, wo man das Werk her hat, angeboten wird.

Ich bin der sehr bescheidenen Ansicht, das WENN ich mir schon das Label “Netlabel” überstülpe, soviel Zeit einfach sein MUSS.

Wer geht schon in den Platten (oder CD Laden) seines Vertrauens und kauft dort eine CD ohne Cover, ohne Titelangaben, ohne – irgendwas?

Soviel Zeit muss einfach sein, denke ich – ganz besonders, wenn man sich so einige Spezialisten unter den Netlabeln anschaut, die zwar nicht in der Lage sind, ihre MP3s wie oben beschrieben halbwegs vernünftig anzubieten – ABER einen #Flattr oder Paypal Button anbieten – damit man den Jungs und Mädels für ihre hingepfuschte Seite dann auch noch Geld bezahlt – anstatt den Künstlern.

Ich finde das ziemlich Ignorant. Zum einen dem Künstler gegenüber, der von einem Label erwarten kann, das dieses ihn so gut wie möglich verkauft bzw. anbietet – und zum anderen dem Konsumenten gegenüber, der von einem Label (ähnlich wie von einer großen Plattenfirma) erwarten kann, das er ein halbwegs komplettes Produkt erhält und nicht eine lieblos zusammengewürfelte Rohfassung.

Auch und gerade, weil es Kostenlose Musik ist – viele Netlabel/Künstler werben ja auch um Spenden, um sich und die Musik zu unterstützen. Also. Liebe Netlabels, ein bisschen Sorgfalt darf es schon sein, wenn ihr ernst genommen werden wollt.


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Eine Antwort

25 08 2010
mo.

Sehe die Sachlage genauso wie Du. Leider wird es aber immer diese schluddrigen Netlabels geben. Glücklicherweise sind die schlampigen Netlabels auch meist die, die schlechte Musik haben. Ich hätte es interessant gefunden, wenn Du die Netlabel benannt hättest, die Dich nerven.

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