Heute war ja die letzte Landung eines Space Shuttles und damit das vorläufige Ende der US-Amerikanischen bemannten Raumfahrt. In irgendeiner Nachrichtensendung vorhin hörte ich dann, das die US-Amerikaner die bemannte Raumfahrt (zumindest in naher Zukunft) Privaten Firmen überlassen wollen. So weit, so gut – oder schlecht, je nachdem, welch hohe Meinung man von der Privatwirtschaft so haben mag …
Neulich abends bzw. Nachts sah ich ein paar interessante Dokus über den Mississippi, den größten Strom und (laut der Doku) Lebensader der USA. In der Doku wurde unter anderem auch ein Bagger gezeigt – eines dieser Riesenschiffe, die den Fluss entlangfahren und den Boden hochsaugen oder baggern, damit der zu jeder Zeit eine bestimmte Mindesttiefe hat und damit Schiffbar ist.
Es hieß es in der Doku, das der US Kongress diese Baggerarbeiten und die Aufsicht über den Mississippi dem US-Militär übergeben hat, weil sie es der Privatwirtschaft nicht zutrauen, den Fluss ganzjährig befahrbar zu halten.
Hm.
Interessanterweise wird also in DEM Kapitalistischen Vorzeigeland, in dem eigentlich wirklich alles dem freien Unternehmertum untergeordnet wird, ein Fluss dem Militär zur Aufsicht übergeben (aus oben genannten Gründen), aber die bemannte Raumfahrt, mit (so wie ich es verstehe) sehr viel höheren Risiken, die wird der Privatwirtschaft übergeben.
So ganz Konsequent finde ich das – wenn man beide Fälle mal miteinander vergleicht – nicht, aber das war jetzt ja, wie der Titel schon sagt, nur so ein Gedanke, der mir bei der Space Shuttle Landung kam.








