Post from Friendica

28 04 2012
"Am besten gefällt mir aber das Finale Hollande gegen Deutschlands politischen Exportschlager. Das Duell des französischen Präsidentschaftskandidaten gegen ihre Impertinenz die Bleierne Kanzelerette. Es ist eigentlich nicht zu fassen, was Merkel sich anmaßt. Ein Mensch mit Verstand oder Herz oder irgendwelchen Ressourcen zur Wahrnehmung der Empfindungen oder Interessen anderer Menschen hätte sich ja bemüht, einen etwas weniger verheerenden Eindruck zu hinterlassen bei den Nachbarn. Merkel hingegen hinterlässt lieber gleich Abdrücke, die schwer an die von Springerstiefeln erinnern. Ihre Strategien zur Unterwerfung Europas unter das Joch sinnloser Kostensenkung haben Deutschland bereits Sympathien eingetragen, die zuvor nur Adolf selig eingeheimst hat.
In einem Akt schriller Abgehobenheit versucht sie aber obendrein noch, den Franzosen vorzuschreiben, wen sie sich zum Staatsoberhaupt wählen müssen. In historisch einmaliger Tölpelhaftigkeit rollt sie über den wichtigsten europäischen Partner hinweg und behandelt ihn wie einen Vasallen. Als sei Paris die Hauptstadt des Saarlandes. Vermutlich glaubt sie auch noch, solche Unverschämtheit sei eine echte Hilfe für ihren Freund Sarkozy.
Das ist nach wie vor der größte Trost in diesen Zeiten: Dass die Arroganz der Macht unmittelbar Dilettantismus hervorbringt. Darauf kann man sich immerhin verlassen."

http://feynsinn.org/?p=13727

via Friendica


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