Gestern wollte ich endlich mal meine Daten, die seit ein paar Wochen auf der Festplatte meines alten und inzwischen nicht mehr lauffähigen Laptops vor sich hin gammeln, retten. Irgendwie war ich wohl davon ausgegangen, das der Ausbau einer Festplatte aus besagtem Laptop ein schwieriges unterfangen sei. Bewaffnet mit einem Schraubenzieherdreher, machte ich mich daran, die Innereien des Latitude freizulegen, bis ich bemerkte, das man die Festplatte auch problemlos mit dem Lösen zweier Schrauben seitlich herausziehen kann. Peinlich! Na ja, egal, ich hatte sie schliesslich in der Hand, und stöpselte sie dann an das externe Laufwerk meines Apfels an. Der erkannte sie zwar (mit Hilfe von MacFUSE & NTFS-3G), sagte aber, er könne leider nicht darauf zugreifen, weil das Laufwerk nicht ordnungsgemäss heruntergefahren wurde. Gut, die suche in den man-pages, im Internet und ein Tipp via Twitter ergaben dann die Option „-o force„, mit der es dann tatsächlich funktionierte (allerdings auch erst nach dem zweiten Anlauf).
Ich begann also meine Daten vom Laptop auf meinen Server zu Schaufeln, als…. Stromausfall! So ziemlich das nervigste, was einem passieren kann, wenn man dabei ist, Daten zu Sichern. Stellte sich dann raus, das nicht eine Sicherung in der Wohnung der Grund war, sondern das Handwerker hier im Haus kurzerhand den Strom abgeschaltet hatten. Meine nachfrage bei den Handwerkern, besonders die, warum die nicht einen Zettel mit einem Hinweis in den Flur hängen, brachte die wahnsinnig schlaue Antwort „Ist ja nur für eine Halbe Stunde.„. Mein Hinweis, das es ganz eventuell Leute geben könnte, die Geräte zu Hause haben, die es nicht wirklich gut abkönnen, wenn ihnen einfach so der Strom entzogen wird, verwandelte den Handwerker in ein irgendwie mit Blaumann bekleidetes Fragezeichen.
Ok, irgendwann war der Strom dann wieder da, und, wie ich sehr erleichtert feststellte, auch meine Daten.
Das seit heute morgen im ganzen Haus das Wasser abgestellt ist, vergrössert meine Sympathie gegenüber Handwerkern allerdings nicht wirklich. Besonders, wenn das auch wieder ohne jede Ansage geschieht.
Um es ganz klar zu sagen, ich hasse Tage, die ich ohne Kaffee beginnen muss
(Bild: Eine schöne Tasse Kaffee – schwirrt mir seit heute Morgen im Kopf herum…)










