Mal wieder ein Griff ins Klo…

3 09 2008

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Man denkt ja immer, es geht nicht schlimmer. Da macht sich ein Berliner angeblicher Sozialdemokrat zum Enddarmstöppsel des Kapitals und erzählt uns, das man von dem Geld, was Hartz4 Empfänger im Monat bekommen, hervorragend Leben und Gehaltvoll Essen kann. Ja klar, wenn man nebenher noch Senator in Berlin ist und mehrere Aufsichtsratsposten hat, die mit Sicherheit gut Bezahlt werden, dann schon. Und dann kommt so ein abgehalftertes Wirtschaftwissenschafts-Arschloch aus Chemnitz daher und erzählt mal eben, das Hartz4 Empfänger doch viel zuviel Geld bekommen, so die taz.

[...] Zwei Chemnitzer Wirtschaftswissenschaftler halten einen Hartz-IV-Regelsatz von 132 Euro für ausreichend – nur rund ein Drittel der bisherigen Höhe. Das geht aus einer Studie hervor, die am Mittwoch auf der Internetseite der Technischen Universität Chemnitz veröffentlicht wurde.

Für alle Bereiche des Lebens, ob Ernährung, Kommunikation oder Kultur, sehen die Wissenschaftler erhebliches Kürzungspotenzial des derzeitigen Regelsatzes von rund 350 Euro. „Die sozialen Geldleistungen sind an der Obergrenze angekommen“, sagte der Leiter der Studie, Friedrich Thießen, der taz. [...]

Thießen, du alte Scheisse, ich frag mich ja gerade, von welchen Neoliberalen Sozialschmarotzern du dir dein Hirn hast wegvögeln lassen!? Und solche Vollidioten sind tatsächlich an einer Uni und werden vom Staat auch noch als Professor bezahlt? Und Lehren irgendeinen Schrott?

Eigentlich kann ich nur hoffen, das ihm in Chemnitz mal eine Horde Skins über den Weg läuft, die ihn Krankenhausreif schlägt…

ARSCHLOCH!





Disaster Area SPD

7 08 2008

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Wie unglaublich Dämlich können Wähler sein? Wie UNGLAUBLICH Grottenstrunzdumm kann jemand sein, der seine Stimme bei einer Wahl an eine Partei Verschenkt, die sich gerade so dermassen in die Scheisse reitet wie derzeit die SPD? Da ruft ein prominentes Mitglied vor einer Wahl dazu auf, seine Partei nicht zu Wählen, sein eigener Ortsverein schmeisst ihn raus und ALLE anderen Parteigenossen versuchen unter epileptischen Verrenkungen, ihn doch irgendwie in der Partei zu halten. Und dann, mitten im Parteiausschlussverfahren, wiederholt er noch mal, das er seine Partei, nur weil ein anderes Mitglied dass macht, wozu sie von den Wählern Stimmen bekommen hat, nämlich eine CDU-Regierung abzuwählen, nicht wählen würde! Aber nein, man muss ja sein „Lebenswerk“ sehen! Es wäre für die SPD einfacher gewesen – und für alle anderen wesentlich geräuschloser – wenn die einfach eine Bombe in ihre Zentrale gelegt hätten und sich selber in die Luft gesprengt hätten!

Was für ein Affentheater!

Und dann die Frechheit zu behaupten, die Mehrheit der SPD will diesen Schwachkopf behalten… Die Mehrheit der Funktionäre bestimmt, die sind ja gerade dabei, die ehemalige „Arbeiterpartei“ in den dunkelbraunen, Neoliberalen Wirtschaftsfaschismus zu führen. Klar sind die dagegen, einen ihrer Faschisten Vordenker rauszuschmeissen! Eure Funktionäre, liebe SPD, sind – wie man sehr schön an der Wandsbeker SPD sehen kann, die Clement mit Kusshand nehmen würde – einfach nur rot angemalte, tiefbraune Idioten!

Die Mehrheit eurer Mitglieder (so sie denn noch halbwegs klar denken können), liebe SPD, hat von euch, den Funktionären, von eurer Politik und dem Affentheater, das ihr gerade aufführt einfach nur die Schnauze voll!

Ich kann eigentlich nur hoffen, das ihr möglichst bald in der Tiefsten Versenkung der Geschichte verschwindet. Keiner wird euch eine Träne nachweinen!

Ich kriege einfach nur noch das grosse kotzen, wenn ich den Namen SPD höre!

Nachtrag: Ich kann und will hier ja nur noch über die SPD pöbeln, so sehr geht sie mir inzwischen auf den Sack, aber Chris hat etwas sehr Intelligentes zur Clemenschen Meinungsfreiheit geschrieben. LESEN!

(Karikatur: Bulo Text: F!XMBR, geklaut bei F!XMBR.)





Apropos SPD…

3 08 2008

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Völlig, Total, Absolut, Überraschend – will Kurt Beck ja den Wolfgang Clement retten. Und der Steinmeyer, unser Bundeswirtschaftsminister (wie passend heutzutage für die SPD) auch. So steht es gerade im Spiegel. Da hätte ich ja nie, nie , NIE, never ever mit gerechnet

Mit einem Aufruf zur Besonnenheit versuchte Parteichef Kurt Beck am Freitag, die Wogen zu glätten. Er mahnte, bei der endgültigen Entscheidung über einen Rauswurf Clements aus der SPD auch dessen Lebensleistung zu berücksichtigen

(Quelle: Spiegel Online.)

Lebensleistung hört sich doch schön an! Ist natürlich eine Tolle Lebensleistung, eine Partei von Links Linksliberal der Mitte (mir fehlt da irgendwie das passende Wort für) nach ganz weit Rechts (oder auch Neoliberal) zu führen. Aber da hat er ja, wie man sieht und sehen konnte, gute Gesellschaft.

Ich war eigentlich gerade dabei, etwas ganz anderes zu suchen und schreiben, habe mich dann aber irgendwie in der Wikipedia festgeschmöckert – wenn man nicht aufpasst, kann man sich in der Wikipedia wirklich nach sonstwohin verlieren – und bin da auf den 1. Weltkrieg gestossen, wo mir das hier ins Auge fiel, passend zur SPD:

[...] Der Reichstag beschloss am 4. August, auf Neuwahlen nach Ablauf der Legislaturperiode und sogar auf mögliche Nachwahlen zu verzichten. Außerdem verzichtete er während des Krieges auf öffentliche Tagungen des Plenums.
Auch die Presse stellte für die Zeit des Krieges die öffentlichen Auseinandersetzungen mit der Regierung ein und übte Selbstzensur. Allerdings führte die Verhängung des Kriegszustandes nach Artikel 68 der Reichsverfassung dazu, dass während des Krieges die Pressefreiheit durch Zensurmaßnahmen eingeschränkt wurde.[2]

Auswirkung der Burgfriedenspolitik in der SPD

Hatte die SPD nur wenige Tage vorher noch Massendemonstrationen für den Frieden abgehalten, änderte sich ihre Position nach Kriegsbeginn stark. Pazifisten und Klassenkämpfer wie Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gerieten in der Partei in die Isolation. Dagegen konnten entschiedene Reformisten wie Eduard David, Wolfgang Heine und Ludwig Frank in der kurzen Zeit vom Kriegsbeginn am 1. August bis zur Reichstagsentscheidung am 4. August 1914 die Zustimmung der Reichstagsfraktion zu den Kriegskrediten durchsetzen. Die SPD und vor allem ihr rechter Flügel nutzten die Gelegenheit, um den Vorwurf zu entkräften, Sozialdemokraten seien vaterlandslose Gesellen.[3] [...]

Das ist jetzt fast 100 Jahre her, aber geändert hat sich in dieser Partei irgendwie nichts… immer noch die Umfaller der Republik und seit ihrer Gründung nur in einem Konsequent: Auf ihrem Weg nach Rechts zu den Futternäpfen des Kapitals. Und was die Presse angeht, die hat sich zu heute irgendwie auch nicht geändert. „Selbstzensur“ hört sich aber auch viel harmloser und schöner an als „in den Arsch kriechen„.

Die Freiheit der Presse im Westen, wobei die viel besser ist als anderswo, ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten ihre Meinung zu veröffentlichen.

Mehr muss man zur Presse nicht sagen, wobei es heutzutage wohl eher nur noch 50 als 200 sind.

Wenn ich jetzt schon dabei bin, in der Wikipedia zu Schmöckern, dann sollte ich übrigens auch noch erwähnen, das heute vor ein „paar“ Jahren Kurt Tucholski seinen bekannten und immer noch wahren- Spruch brachte:

„Da gab es vier Jahre lang ganze Quadratmeilen Landes, auf denen war der Mord obligatorisch, während er eine halbe Stunde davon entfernt ebenso streng verboten war. Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder.“

Zur Zeit übrigens im Ausland zur Sicherung des Welthandels und des Internationalen Neoliberalen Kapitals eingesetzte Soldaten: 6.985 (Quelle)

(Bild: Das ehemalige SPD-Mitglied Rosa Luxemburg, Gründungsmitglied der KPD.)





Die letzten Zuckungen der SPD.

3 08 2008

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Wieso schafft es eine so schöne Stadt wie Hamburg eigentlich immer wieder, mit einer schon erschreckenden Kontinuität solche Pfeifen und Deppen wie zum Beispiel unseren ehemaligen Bürgermeister Klaus von Dohnanyi hervor zubringen? Der hat sich vor ein paar Tagen beim Deutschlandfunk über die gerade laufende Schlammschlacht in der SPD um die letzten guten Plätze im Gedärm des Neoliberalen Kapitals geäussert. Kann man hier nachlesen. Ich zitier da jetzt nichts von – mir geht diese ganze „Diskussion“ einfach nur noch auf den Senkel. Die SPD ist Tod, vergammelt, und riecht aus allen Ecken nur noch nach Verwesung.

Und brauchen tut diesen Wahlverein auch kein Mensch mehr!

(Bild: Bulo, frech geklaut bei F!XMBR. Anklicken für grösser!)

Nachtrag: Ich hatte es ja schon mal im April hier, aber es passt immer noch… die einzig wahre Hymne der SPD (und wie auch schon mal erwähnt, achtet auf die Gesichter!):





Kapitalismus für Dummies

29 07 2008

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Oder auch: Neoliberale erklären uns die Welt, wie sie uns gefällt. Klar, das die Lebensmittelpreise steigen ist nicht schön, hin und wieder regt sich inzwischen sogar leiser Unmut darüber, der allerdings, wenn er hier von der Presse wahrgenommen wird, meist ganz weit weg stattfindet. Haiti, Indonesien oder sonst-wo auf diesem Planeten. Um einem normalsterblichen Bürger dieses Landes trotzdem nicht den Allein-Seligmachenden Kapitalismus Neoliberaler Prägung zu vergällen, muss man sich schon ganz schön anstrengen – in diesen Zeiten. Aber der ZEIT ist es schon fast perfekt gelungen.

Was braucht man also, damit man auch weiterhin ganz fest an die Segnungen der freien Märkte glaubt? Zuerst einmal ein Huhn – natürlich keins dieser Massentierhaltungs-geschädigten Wesen, die man nur nach dem Studium eines Anatomie Buches noch erkennt, sondern:

Diese Hühner führen ein idyllisches Leben. Im Winter bietet ihnen ein solides Steinhaus Schutz vor den Elementen, sie tun sich an einer Mischung aus Weizen und Mais mit Zugaben von Gerste und Hafer gütlich. Den Rest des Jahres fressen sie vor allem frisches Gras und halten unter lauschigen Bäumen Mittagsruhe.

Ja klar, das erinnert an wen? An Astrid Lindgren, an Bullabü, Pippi Langstrumpf, oder an irgendwelche Geschichten aus dem vorletzten Jahrhundert… da, wo die Welt noch in Ordnung war. Dazu kommt dann der Bauer. Da passt natürlich nicht der Grossbauer deutscher Prägung, es muss schon ein urwüchsiger Schotte sein:

Der Eggman ist ein sentimentaler Geselle. Er ruft seine treuesten Hennen beim Namen, »Hausfrau« und »Hennie« heißen sie. Wenn die Hühner keine Eier mehr legen, dreht er ihnen nicht den Hals um, sondern gönnt ihnen einen friedlichen Lebensabend in einem Austragshäuschen. Intensivhaltung liegt ihm fern.

Klar, der passt natürlich auch besser zu den idyllischen Hühnern weiter oben, und Bauern sind ja bekanntlich – besonders wenn sie aus Schottland, der »letzten Wildnis Europas« stammen – schon immer sehr sentimental gewesen!

Vorsorglich, damit es auch der dümmste Zeit-Leser dann noch begreift, wird noch darauf hingewiesen, das sich diese Ländlichen Idyllischen Szenen Selbstverständlich ebenso überall woanders in Europa abspielen könnten, und es natürlich nicht nur um freilaufende Hühner geht:

Die Eier, von denen hier die Rede ist, könnten von überall her stammen, aus Lüneburg oder dem Mühlviertel, aus Sędziejowice oder Châtillon-sur-Seine. Diese Geschichte könnte sich genauso gut um Milch, Käse oder Fleisch drehen, um andere Lebensmittel, deren Erzeugung Getreide als Tierfutter erfordert. Der Zufall will es, dass sie von Eiern handelt, die schottische Hühner in einer Gegend legen, die oft als die »letzte Wildnis Europas« unseres zivilisationsgesättigten Kontinents beschrieben wird.

Sicher, der berühmte Zufall, der bei Journalisten, die eine solche Story schreiben sollen, ja immer eine wahnsinnig grosse Rolle spielt.

Der Autor verlässt nun diese so schöne Ländliche Idylle, begibt sich nach Inverness, wo „auch wenn der Wind schwarzgraue Wolkenfetzen über den Himmel zerrt,“ er sich von einem Typisch Schottischen Lagerarbeiter und seinem Chef „der für den Getreideeinkauf zuständige 37-jährige Direktor der Firma. Bain, beleibt und fröhlich“ die in letzter Zeit so arg gestiegen Preise für Futtermittel erklären lässt. Der hat dann auch gleich, nach allerhand Geschwafel über Australien, die Inder und Protektionismus, die Erklärung, die nun wirklich jedem einleuchtet:

Den Hauptgrund für den dramatischen Preisanstieg entdeckt er freilich im europäischen Widerstand gegen genetisch modifizierte Feldfrüchte.

Das ist in der Tat ja einfach. BUND, Linke, Grüne, Greenpeace, Umweltschützer. NATÜRLICH sind die schuld! Wer auch sonst? Schön, wenn man so etwas dann endlich von dem beleibten, aber fröhlichen Bain erklärt bekommt. Einem beleibten, aber fröhlichen Menschen glauben wir doch alles, oder?

Der nächste Stop – oder auch der nächste Akt zur Erklärung, warum die Preise so steigen, ist dann ein Getreidebauer:

Ein Rapsfeld rechts der Straße steht in voller dottergelber Blüte, auf einem Acker links der Straße sprießen üppig wadentiefe dunkelgrüne Blätter. Die Felder ziehen sich über 220 Hektar hin, sie sind zu drei Fünfteln mit Futterweizen und zu je einem Fünftel mit Gerste und Raps bepflanzt. Schön gewachsene, hohe Bäume stehen auf den Feldrainen. Am Nordende begrenzt ein Flussufer die Farm, im Westen das Meer.

Immer noch Bullabü, der Farmer, der eher einem „Filmschauspieler als an einen Landmann“ ähnelt, lässt ja schon fast darauf schliessen. „Oft sitzt er bis spät in die Nacht auf seinem Traktor. Nur während der Ernte stellt er zwei Hilfskräfte ein.„. Da möchte man doch selber gerne Landmann werden.

Für alle, die den Artikel in der Zeit bis hierhin gelesen haben, muss eigentlich klar sein, dass das bis jetzt alles doch sehr Idyllisch ist – trotz der hohen Preise. Aber dann kommt der Dämpfer. Es gibt das Böse, auch in der beschaulichen Welt der Landmänner:

Er sieht den Hauptgrund in der Preistreiberei der Produzenten, das meinte er mit der Verwilderung der Geschäftspraktiken. Auf dem Düngemittelmarkt habe ein beispielloser Konzentrationsprozess stattgefunden. BASF und Yara, eine Tochter des norwegischen Konzerns NorskHydro, beherrschten den Markt, in Großbritannien halte Yara fast eine Monopolstellung. Wenn man Dünger bestelle, bekomme man eine Lieferung zugesagt – aber keinen Preis. Wer ein Wort gegen diesen Räuberkapitalismus äußere, werde plattgemacht. Bain könne es sich gar nicht leisten, die Dinge beim Namen zu nennen, sonst werde seine Firma aus der Kundenliste gestrichen.

Das hätte ich jetzt nicht vermutet. Also ist irgendwas doch nicht so ganz in Ordnung? Die ZEIT geht dann mit einem kleinen, weiteren Schwenker über Indien nach Chicago zu einer Weizenbörse. Dort treffen wir einen Spekulanten Terminkontrakthändler. Ist er jetzt das Böse? Der Feind?

Er wurde zum Ehrenmitglied der Börse ernannt, was bedeutet, dass er seine Mitgliedschaft verkaufen kann, ohne seinen Status als Mitglied zu verlieren. Er erwarb seine Mitgliedschaft 1974 für 72000 Dollar. Vor einem Jahr hätte er sie für sieben Millionen Dollar verkaufen können, jetzt sei sie nur noch vier bis fünf Millionen Dollar wert, sagt er. »Das ist wie mit allem, die Preise steigen, die Preise fallen.«

Na ja, wohl doch auch eher einer der üblichen Verlierer – man könnte ja fast Mitleid mit ihm bekommen. Eine Kollegin des Spekulanten wird dann von der Zeit gefragt:

Spekulation? Ist das nicht ein ziemlich fragwürdiges Geschäft?

Sie atmet tief durch. »Der Markt«, erklärt sie dann säuerlich, »braucht Spekulanten. Die versorgen ihn mit Liquidität. Jeder, der in den Markt investiert, ist ein Spekulant. Ohne Spekulanten würde er nicht funktionieren. Die Liquidität garantiert Händlern und Farmern überschaubare und stabile Preise.«

Tja, da kann unserem Landmann aus der Schottischen Wildnis dann nur noch der Kopf schwirren und uns auch.

Dann geht es noch mal weiter zu einem US-Amerikanischen Bauern

Becker, ein zupackender Charakter in Bluejeans und kurzärmeligem kariertem Hemd, 36 Jahre alt, lacht gerne und ist stolz auf das, was er geschaffen hat. Seine Vorfahren waren vor 200 Jahren aus Ostfriesland in die USA eingewandert, er übernahm vor 14 Jahren von seinem Großvater dessen 100 Hektar großen Hof. Jetzt beackert er 1200 Hektar – zwölf Quadratkilometer.

der Mais anbaut, unter anderem für Biotreibstoff. Und auch der weis ganz genau, wer schuld ist, denn er darf seinen Mais nicht nach Europa verkaufen:

Warum nicht nach Europa? »Wegen der Einfuhrsperre für gentechnisch modifizierte Sorten.«

Wer daran schuld ist, das hatte ich ja weiter oben schon mal erklärt.

Und was lernen wir jetzt aus dem Artikel in der ZEIT? Es sind alles unheimlich nette, manchmal beleibte, aber fröhliche, manchmal auch etwas säuerliche Menschen, die den Kapitalismus so liebenswert machen und die uns dann den glauben zurück geben an eine wunderbare Zukunft, in der der Markt schon alles regeln wird… und natürlich, das Spinner, die z.B. gegen genmanipulierte Lebensmittel sind, ganz, ganz doll Böse sind!

Amen.

Alle Zitate aus der ZEIT: Die Welt im Ei, gefunden unter anderem bei Fefe.

(Bild: DryIcons und die schöne, heile Welt zur Beruhigung.)





Ich will die Mauer zurück!

17 07 2008

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Jawohl, genau die Mauer! Nicht weil ich grundsätzlich was gegen „die im Osten“ habe – meine Ex und einige sehr gute Freunde kommen aus dem Osten – und auch nicht, weil ich da einige äusserst miese Erfahrungen mit dem braunen Bodensatz machen musste (es ist nicht besonders schön, mit zwei Freunden zusammen in einem Kaff im Erzgebirge von ca. 10 Glatzen verfolgt und bepöbelt zu werden), nein, mir geht es um was ganz anderes. Es gibt keine Konkurrenz mehr!

Seit dem sich der einst „Sozialistische“ Osten (ich hör sie schon alle schreien „Das war eine Diktatur, du scheiss-Kommunist!“, alles Verbrecher! Menschenrechtsverletzer! – ich habe die Zeit nach dem 2. Weltkrieg zwar nicht selber miterlebt (die so-genannte „Gnade der späten Geburt“ nannte der dicke Lügner und Verbrecher Kohl das glaube ich) aber ich hätte es schön gefunden, wenn der Aufwand und das Geschrei, das heutzutage um die ehemalige DDR, die SED und so gemacht wird, vielleicht damals auch um die Nazis gemacht worden wäre – aber das ist wohl zu viel verlangt, waren doch damals fast alle Nazis.) verabschiedet hat, fehlt einfach eine Alternative zum allein selig machenden Kapitalismus™, wie wir ihn jetzt hier haben. Und das merkt man. Überall.

Bestes Beispiel dafür in diesem ehemaligen „Sozialstaat“, der so langsam zum Neoliberalen Sandkasten für Grosskapitalisten und Verbrecher verkommt, sind unsere „Sozialgesetze“ – und das, was Politiker, Staatsanwälte und Richter daraus machen. Nur ein Beispiel dafür ist dieser Fall hier: Ein Sozialhilfeempfänger habe keinen Anspruch auf fabrikneue Kleidung. Karl Weiss hat recht, wenn er schreibt:

Dabei sollten wir nicht vergessen: Es sind keineswegs nur die Richter, die sich mit dicker Brieftasche auf unsere Kosten gütlich tun. Es ist auch die Politikerkaste, die das neue Sozialgesetzbuch beschlossen hat, das die Grundlage für solche Entscheidungen liefert: Es waren die Politiker von CDU/CSU und SPD, von Grünen und FDP, die dies gemeinsam auf dem Gewissen haben!

Und weil wir keine Alternative mehr haben, Bzw. unsere Politiker nicht mehr Angstvoll über Mauern zu einem anderen System linsen brauchen, wo dem Volk vielleicht ja eine andere Lebensweise geboten wird (ob freiwillig oder nicht, darüber will ich jetzt gar nicht reden, es geht um das Prinzip – und angeblich lebt der Kapitalismus doch von Konkurrenz), wird sich, was dieses System angeht, auch nichts ändern. Auf jeden Fall solange nicht, bis eventuell doch mal ein Teil des Volkes Aufsteht und dem Kapital und den Politikern ihre Sprüche um die Ohren haut und sie Allesamt an die Wand stellt. Zeit für eine Revolution ist es schon lange.

Oder dieses System verabschiedet sich unter Massiven Krämpfen einfach von selber (so sieht es ja im Moment aus, wenn man sich die Weltwirtschaft so anschaut). Nur schade, das die ganzen Neoliberalen Faschisten auch das mit Sicherheit überleben werden. Aber vielleicht werden sie ja dann endlich erschossen oder aufgehängt, verdient hätten sie es allemal!

Deshalb will ich die Mauer zurück! Damit es eine Alternative gibt. Und eine lange Wand, an die man dieses ganze Pack dann stellen kann…





Alles ist gut!

8 07 2008

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Ich habe doch tatsächlich hier geschrieben, das in den USA eine Nationaler Notstand ausgerufen wurde und mich deswegen ein wenig gewundert – wie andere auch. Jetzt habe ich aber hier gerade gelesen, das es diese Nationalen Notstände da schon seit Jahren gibt. Ich geb ja zu, Lesen kann manchmal ganz schön Bilden!

Ok, dann kann ich mich ja wieder beruhigt hinlegen und weiterschlafen.

Alles ist gut!

(Bild: Nationalflaggen.de (immer noch die richtige).)





Notstand?

8 07 2008

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Vor ein paar Tagen in den Tagesthemen: „Präsident Bush hat den Notstand verhängt. Dadurch kann schnell und unbürokratisch geholfen werden.„. Das habe nicht nur ich gehört, auch bei den Tales from the Mac Hell fragte man sich, ob man sich eventuell verhört hätte. Und heute dann bei den elemantarteilen das hier:

[...] aber wenn man den infowars.com freaks glauben möchte bricht jetzt die Militärdiktatur aus und die FEMA-Lager werden bald gefüllt. [...]

und der link zu Anna, die in ihrem Blog erklärt:

[...]

Seit 26.06.2008 gibt es eine neue Executive Order des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie trägt die Nummer 13466 und betrifft offiziell die Beziehungen zu Nordkorea. Bush erklärt, daß er die Bedrohung, die Nord Korea für die USA darstellt, für so groß hält, daß er den Nationalen Notstand ausruft, um dieser Bedrohung adäquat zu begegnen:

[...]

Üblicherweise wird eine Executive Order per erneuter Executive Order geändert, wenn sich die auslösenden Gegebenheiten geändert haben. Warum wurde das diesmal nicht getan? Warum ist im Titel der Order die Erklärung des Nationalen Notstands nicht erwähnt? Warum findet die Erklärung des Notstands in den USA weder in der nationalen noch in der internationalen Presse ausdrückliche Erwähnung? Warum werden die amerikanischen Bürger nicht von der seit dem 26.06.2008 gravierend veränderten Situation im Land informiert? Setzt die Bush-Administrationauf den Überraschungseffekt, wenn sie urplötzlich gegen Kritiker im eigenen Lande durchgreift?

Diese Situation läßt nichts Gutes ahnen.

Ok, in den Tagesthemen war (wenn ich mich richtig erinnere) von den ganzen Waldbränden in Kalifornien und so die Rede, aber… Na ja, hat ernsthaft jemand damit gerechnet, das Bush, seine Familie, und die ganzen Neoliberalen Faschisten, die hinter ihm stehen, so einfach auf die Macht verzichten, falls ein Demokrat bei den Umfragewerten gefährlich werden könnte? Bushies kleiner feiner Familienklan ist ja bekannt dafür, das er auch über Leichen geht (Hitler ist da nur ein Beispiel, der 11. September evtl. noch ein ganz anderes…), also warum nicht mal eben den Faschismus und die Diktatur in den USA erklären?

Dazu passt natürlich auch der auf unerklärliche weise aus der Zukunft hier gelandete anmutige und demütige Bericht eines Freiwilligen im „grossen Krieg“ von 2014.

(Bild: Nationalflaggen.de (Übrigens die richtige).)





Willkommen im Überwachungsstaat EU!

8 07 2008

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Irgendwie kommt einem das doch bekannt vor, oder? Das Gepäck wird an der Grenze nach illegalen Drogen raubkopierter Musik untersucht, man selber rund um die Uhr, auf der Strasse und zu Hause von Kameras überwacht, durch die Handyortung kann man sogar nachvollziehen, wo man sich den Tag über aufhält, mit wem, wie lange und über was man geredet hat, die E-Mails, die man schickt, die Seiten, die man sich im Internet anschaut, und natürlich auch, was man wo im Internet schreibt – ob in einem Blog, einem Forum oder bei der Bank seines Missvertrauens, alles wird überwacht. Man darf sich bestimmte Seiten nicht mehr anschauen, weil man dann sofort in irgendwelchen ominösen Datenbanken irgendwelcher Staatlicher Organisationen landet, die die eigenen Daten dann ganz nach Lust und Laune an jeden Weitergeben, der einen gerne Verklagen möchte oder vielleicht einfach wissen möchte, was man denn so alles auf dem Heimischen Rechner hat und macht.

Wer vielleicht dann noch in einem Text das Wort Gentrifizierung benutzt, der darf sich gleich darauf gefasst machen, das er das nächste Jahr von der Gestapo beobachtet wird und in einem geeigneten Moment dann verhaftet wird. Man könnte ja Terrorist sein. Und um ein Terrorist zu sein oder zu werden, muss man sich heute nicht wirklich mehr anstrengen, eine Kritische Einstellung zum Staat reicht schon.

Der Liebling der Nation, die von 70% dieses Landes Hoch-geschätzte Kanzlerin Merkel beklagt immer wieder Menschenrechtsverletzungen in China und im Iran, die USA, Hort der Neoliberalen Freiheit, führt die Folter ein und schickt, wenn mal ein Gericht dieses unterbindet, Gefangene in Befreundete Länder, um da Foltern zu lassen, und unser ach so geliebter Staat lässt seine Bürger dann gerne auch mal durch unseren Verbündeten und seine Helfershelfer Foltern. Und liefert ihm dann auch gleich noch alle Daten von allen Bürgern, es könnte ja sein, das sich da Terroristische Elemente drunter befinden.

Ach ja, nicht dass das einer Falsch versteht, unser Staat will ja nur unser bestes! Wir sollen um Gottes Willen keine Drogen nehmen, es könnte ja sein, das man dann nicht mehr 100% seiner Arbeitskraft der Mehrung des Kapitals zur Verfügung stellt. Unser Staat ist fürsorglich, er möchte einfach nicht, das wir Rauchen, egal wo; er möchte nicht das wir Trinken, egal wo, er möchte nicht, das wir Ficken, egal wo. Und er möchte auf GAR KEINEN FALL, das wir uns das irgendwo ansehen können! Unsere Gesundheit könnte ja schaden nehmen.

Unser Staat ist so fürsorglich, das er, ohne es uns ganz klar zu sagen, auch die Zwangsarbeit wieder einführt – schliesslich ist des Menschen Glück doch die Arbeit, oder? Und Geld, oder Entlohnung, haben doch eigentlich nur die Verdient, die damit auch umgehen können – und wer kann besser mit Geld umgehen als die, die schon viel davon haben?

Ach so, ich sollte vorsorglich vielleicht noch kurz erwähnen, das ich hier nicht von China rede, und auch nicht vom Iran oder von Russland oder Nordkorea oder, oder, oder… Und auch nicht von der ehemaligen DDR, auch wenn eine ehemalige FDJ-Verantwortliche für Agitation und Propaganda mittlerweile unsere Kanzlerin Mimt. Ich meine Deutschland und die EU.

Aber vergesst, was ich gerade gesagt habe – wer heute tatsächlich noch der irrigen Meinung ist, der Neoliberale Kapitalismus und die Globalisierung wären vielleicht nicht der Weisheit letzter Schluss, der kann eigentlich nur ein Terrorist sein. Oder Psychisch gestört – und gehört in eine Anstalt.

In die ich mich jetzt vorsichtshalber schon mal selber einweise, schlimmer als hier kann es da dann eigentlich auch nicht mehr sein.





Was für Arschlöcher!

19 03 2008

Börse: Steinbrück fürchtet „große Krise“: „Zuvor hatte Deutsche-Bank- Chef Josef Ackermann gewarnt, er glaube nicht mehr an die Selbstheilungskraft der Finanzmärkte. Die Versorgung mit Liquidität reiche als Maßnahme nicht aus, sagte Ackermann in Frankfurt. Die Regierungen müssten Einfluss nehmen auf die Märkte. Ackermann rief zu gemeinsamen Aktionen von Regierungen, Zentralbanken und Banken auf, um das Vertrauen in die globalen Finanzmärkte wiederherzustellen.“

(Via ZEIT online.)

Was denn? Der Ackermann? Das vorbestrafte Sozialschmarotzer-Arschloch Ackermann, der zusammen mit seinen Neoliberalen Wirtschaftsfaschistenfreunden ständig und immer wieder behauptet, nur Wirtschaftslenker, Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wüssten, wie der Markt wirklich funktioniert? Klar… jeden Monat schaufeln sie sich Millionen in die eigene Tasche oder in de Tasche irgendwelcher Liechtensteiner, um hier ja nicht auch nur einen müden Cent Steuern zahlen zu müssen, Entlassen haufenweise Mitarbeiter, nur damit die Aktionäre (und sie selber) zufrieden sind und Kohle bis zum umfallen beiseite schaffen. Und wenn sie dann merken, das sie den Karren so richtig schön an die Wand gebrettert haben, dann soll also jeder Bürger dieses Landes, der mit halbwegs ehrlicher Arbeit sein Geld verdient und Steuern zahlt, genau diesen Karren wieder rausholen… Und dann kriegen diese Wixer wahrscheinlich auch noch ne „Erfolgsprämie“, wenn sie denn gehen – oder gegangen werden.

Was für Arschlöcher!