Hamburg im Regen … der HVV und die Ampeln

24 11 2009

Man könnte es so sagen, als Fußgänger in Hamburg ist man ziemlich am Ärmel. Eigentlich war (und bin) ich ja der Meinung, in einer Großstadt wie Hamburg gibt es wenig wirklich Überflüssigeres wie Autos, aber manchmal nervt das Dasein als Fußgänger oder (noch schlimmer) Fahrradfahrer einfach!

Ich war heute mal wieder ein bisschen unterwegs in Hamburg, besuche machen, das „Reale Leben“ geniessen – was bei diesem Wetter nicht wirklich ein genialer Spass ist. Was aber wirklich, wirklich nervt, das sind zwei Sachen (heute mal, an anderen Tagen können es durchaus noch mehr werden):

1. Die unglaublich Dämliche Ampelschaltung in Hamburg, die sich nur ein seit ungefähr 50 Jahren in einem Minimalkabuff irgendwo im 5ten Keller unter dem Rathauses eingesperrter, überbezahlter und unintelligenter Beamter hat einfallen lassen können. Man kommt da z.B. Am Wandsbeker Markt an eine Riesenkreuzung, an jeder Ampel sind diese Sensortasten, mit denen man seinen Wunsch nach Grün bekannt geben kann. Wieso eigentlich? Die Ampelschaltung für Autos funktioniert wie jede verdammte andere Ampel in dieser Republik auch, nur: Wenn ich nicht drücke, dann wird es einfach nicht Grün! Dann kann ich, obwohl die Autos Rot haben, entweder auf die nächste Grünphase warten oder, was natürlich böse, Böse, Böse ist, einfach bei Rot rüber gehen.

Dasselbe passiert übrigens auch, wenn ich ganz kurz bevor die Ampel umspringt (umspringen sollte) ankomme und den Knopf bzw. Sensor drücke. Dann ist es nämlich zu spät (vielleicht 10 Sekunden oder so) und die Ampel springt auch nicht um. Das ist einfach nur ein total dämliches verhalten für eine Ampel – und unglaublich unnütz!

Besonders übrigens dann, wenn man bei typischen Hamburger Wetter in der Stadt unterwegs ist.

2. Die HVV-Busse. Ich komme von meinem Schwesterherz, stehe an der Bushaltestelle und warte auf den Bus, der in genau 2 Minuten kommen soll. Was er natürlich (wir sind hier in Hamburg) nicht tut. Statt dessen (wie oben schon erwähnt, bei allerfeinstem Hamburger Wetter – also Niesel, Schauer, Regen – ALLES – Hauptsache Nass) kommen im laufe der nächsten 10 Minuten 3 (Drei!) leere Busse, auf dem Weg zum Abendbrot, in den Urlaub oder was-weiß-ich wohin. Dann kommt endlich der reguläre Bus in Richtung Wandsbeker Markt, der natürlich (das muss ich jetzt nicht extra erwähnen, oder?) Knüppeldicke voll ist.

Voll übrigens, ich wollte es jetzt auch mal kurz erwähnen, mit fast ausschließlich mit Telekom-Verträgen ausgestatteten Handybesitzern. Gibt es eigentlich keine Handys mehr mit Vibrationsalarm? Oder ist es gerade so unglaublich „Hipp“, einen Vertrag bei denen zu haben und das auch, dank der Lautstärke, jedem ansonsten absolut Schwerhörigen mitzuteilen?

Manchmal ist das Leben als Fußgänger in Hamburg echt voll Moppelkotze …





Gefangen in der Warteschleife.

19 11 2009

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Irgendwie habe ich im Moment das Gefühl, ich befinde mich – mutiert zu ein paar elektronischen Signalen – in einer Anrufbeantworter-Warteschleife. Nichts geht, nichts passiert, ich sitze da und warte, das etwas, irgendetwas passiert.

Ein „bescheidenes“ Gefühl, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken.

Auf meiner „zu Erledigen“-Liste (Todo heißt es ja wohl jetzt so schön auf Denglish) sind alle Firmen, die ich anschreiben könnte, mittlerweile abgehakt, die Anfrage für eine Weiter- bzw. Fortbildung ist – an mehrere Institute, die solche durchführen – raus, die schriftliche Bitte um Unterstützung durch die ARGE ist auch raus. Die mündliche Antwort auf meine Bitte ist ein „Ja“, aber wir leben hier in Deutschland – ohne ein Formular und ein Schreiben (nach Möglichkeit in 3-facher Ausfertigung) läuft hier gar nichts.

Meine Bewerbungen ins Ausland (in diverse Länder Europas) sind auch alle geschrieben – Ok, dass das länger dauert, ist schon klar – immerhin habe ich aus dem Ausland schon einige Antworten (Bestätigungen über den Eingang meiner Bewerbung) bekommen, etwas, wozu sich deutsche Firmen anscheinend zu schade sind. Aus deutschen Landen habe ich sage und schreibe NULL Antworten bekommen bis jetzt. Noch nicht einmal eine kurze Email, SMS oder einen Anruf, das meine Bewerbung eingegangen ist.
Ich könnte jetzt schon wieder jede Menge wüste Beschimpfungen vom Stapel lassen – aber dazu bin ich zu Müde. Nicht nur jetzt, wo ich dies schreibe, sondern irgendwie und überhaupt.

So ein Leben in der Warteschleife ist nicht so wirklich das wahre.
Dazu kommt dann noch, das mein Zeitgefühl, Empfinden – oder ganz allgemein mein Zeitrhythmus inzwischen mal wieder komplett durcheinander geraden ist. „Normale“ Menschen arbeiten tagsüber und schlafen nachts – je nachdem vielleicht so 5-7 Stunden. Ich gleiche mich da gerade Herrn Pauli, meinem Kater, an – Katzen schaffen es ja bekanntlich, am Tag immer mal wieder ein/zwei Stunden zu schlafen und dann mal wieder eine halbe Stunde wach zu sein.

So ähnlich geht es mir auch – nur das der Schlaf kein richtiger Schlaf mehr ist – eher so eine Art Wachkoma … erschreckend, oder? Und viel besser kann ich es auch nicht wirklich beschreiben.

Warteschleife halt.





gespannt…

7 11 2009

Ok, ich habe ja jetzt schon länger nichts hier geschrieben – einfach, weil ich keine Lust hatte und weil nicht wirklich irgend etwas interessantes passiert ist. Bis gestern – da hatte ich ein paar sehr interessante Gespräche am Telefon und habe, weil ich noch auf ein paar Rückrufe warten musste, auch das Spiel des FC St. Pauli gegen die Fortuna verpasst.

Was mich jetzt allerdings nur ein bisschen ärgert, denn das, was bei den Gesprächen herausgekommen ist, ist schon mal nicht so schlecht. Jetzt noch mal die nächste Woche abwarten, dann gibt es hoffentlich ein Ergebnis – und dann erfahrt ihr auch, worum es geht. Ich hab leider schon zu oft hier von etwas geschrieben, worauf ich mich gefreut habe und was dann nicht eingetreten ist – mit der zeit wird man da wohl etwas abergläubisch.

Also lasst euch überraschen, ich tue es auch.





Schreibblockade!?

21 10 2009

Ich habe schon länger nichts mehr geschrieben hier, aber irgendwie ist mir gerade nicht so danach. Ich habe zwar viele Ideen – und eigentlich passiert ja auch gerade eine menge Mist, über den ich schreiben könnte – da aber bei mir persönlich gerade absoluter Stillstand zu herrschen scheint, fällt es mir einfach nur schwer, etwas zu schreiben.

Kommt aber bestimmt bald wieder was hier…





The Number of The Beast

12 08 2009

Das muss ich ja mal eben loswerden… hab gerade kurz auf das Dashboard bei WordPress geschaut und bin ja fast vom Hocker (na gut, eigentlich vom Stuhl) gefallen: 666 Aufrufe heute! Für mein kleines, unfeines Pöbelblog schon eine extrem beachtliche Zahl!

Na, da sag ich mal ein Prosit und Danke an alle, die hier ab und an mal reinschauen! :-)





Was zum Henker sind „links for….“?

24 07 2009

Wird dem einen oder anderen, der/die hier öfters mal hereinschaut, ja schon aufgefallen sein, diese Texte mit der immer fast gleichen Überschrift „links for 2009….„. Nun, im Moment schreibe ich ja nicht so wirklich viel, aber da ich mich ja immer noch jeden Tag durch diverse Seiten und Blogs im Internet lese, möchte ich euch einiges Interessantes, was ich da so gefunden habe, nicht vorenthalten. Mittlerweile habe ich über delicious und das kleine, aber feine Apple-Tool Cocoalicious einen netten, und btw. sehr bequemen weg gefunden, Links, die ich interessant/wichtig/was-auch-immer finde, hier in meinem Blog vorzustellen.

Das ganze geht so halbwegs Automatisch, es sind aber auf jeden Fall von mir ausgesuchte links – ihr dürft also gerne da mal hin klicken ;-)

Als kleinen Ausgleich für das wenige Geschreibsel hier im Moment gibt es einfach mal zwei Bilder – das erste zeigt einen Blick meiner geöffneten Französischen Fernster (ich glaube, die nennt man so), und erklärt dann auch, wieso ich nur äußerst ungern bei schlechtem Wetter im Sommer die Fenster zumache… das artet nämlich dann in echte Arbeit aus ;-)
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…und das hier zeigt einen Blick aus dem besagten Fenster… kurz vor einem Gewitter neulich:
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Was man auf beiden Bildern nicht sieht, ist der Kran und die Baustelle auf dem Kindergarten vor dem Fenster… ehrlich gesagt sind mir die schreienden Kinder dann doch lieber…

Wie immer gilt, wer mehr sehen will – einfach auf eins der Fotos klicken, dann landet ihr auf meiner Flickr-Seite.





Nachts in Kiel…

13 06 2009

Ich wohne ja in Kiel ziemlich dicht am Kanal. Heute wollte ich eigentlich mal früh ins Bett gehen, nachdem ich in den letzten Tagen doch immer sehr spät Schlafen gegangen bin. Doch daraus wurde nichts – ich bin zwar früh ins bEtt, wurde dann aber auch so gegen 24 Uhr durch eine Polizeisirene geweckt. Das ist hier in dieser relativ ruhigen gegend noch nie passiert. Dann folgte eine Sirene nach der anderen, so das ich schliesslich absolut wach war.

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Ein Blick aus dem Fenster meines Hotelzimmers, im Hintergrund, da wo die Zwei Türme stehen, ist der Kanal – mit einem Haufen von Öltanks.

Ich hab dann mal kurz aus dem Fenster geschaut und siehe da, es brennt! In nächster nähe. Erst dachte ich, es währe vielleicht eins der umliegenden Wohnhäuser, aber nachdem es dann einen richtig heftigen Knall gab, bin ich dann doch mal nach draussen gegangen, um mir das Desaster vor der Tür näher anzuschauen.

Kein Wohnhaus (zum glück), dafür einer der Öltanks, die dicht an dicht entlang des Kanals stehen… Ein haufen Polizei und feuerwehr – und natürlich die Bewohner der umliegenden Häuser. Von denen habe ich dann erfahren, das die am nächsten liegenden Häuser schon evakuiert worden sind – mir kamen auch schon Menschen mit sack und Pack entgegen.

Irgendwie stelle ich mir das ja immer als einen echten Alptraum vor, ganz kurzfristig das eigene Heim verlassen zu müssen… ohne eine Ahnung, ob all das, was man so sein eigen nennt, am nächsten Tag noch da ist.

Es Brennt immer noch, an der Pension – die wohl hoffentlich weit genug entfernt ist, das hier nich evakuiert wird – ziehen Leute mit Rucksäcken vorbei, und alle paar Minuten gibt es einen heftigen Knall, wenn wieder irgendwas Explodiert. Und Dicke, Schwarze Rauchwolken ziehen (zum glück) Richtung Förde. Der Wind weht wohl Richtung Osten, ansonsten hätten wir hier wohl ein echtes Problem.

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Ungefähr die selbe Richtuhng wie bei dem Bild oben, nachts kurz vor der Evakuierung aufgenommen.

Update: Tja, kaum schrieb ich den Text oben und wollte nun endlich ins Bett gehen (Hey, ich gehöre ja nun wenigstens Zeitweise zum arbeitenden Teil der Bevölkerung) da gehts erst richtig los. Die Sirenen starten ihr geheul und ein Polizeiwagen fährt durch die Strassen und fordert alle Anwohner auf, das gebiet sofort zu verlassen und sich zum Treffpunkt Famila-Parkplatz (der ist ziemlich gleich um die Ecke) zu begeben… ich packe also meine sieben Sachen zusammen – zum Glück habe ich ja nur eine Reisetasche mit – und zusammen mit der Vermieterin, die auch aufgetaucht ist, scheuchen wir den Rest des Stockwerks aus ihren Zimmern. Draussen auf der Strasse gibt es einen kleinen Stau, jeder, der hier ein Auto hat, ist natürlich damit unterwegs.

Auf dem Famila-Parkplatz gibt es 2 Busse des Örtlichen Nahverkehrs (KVG glaube ich), angeblich sollen noch mehr kommen, und ganz angeblich soll es auch irgendwo Kaffee und Erbsensuppe geben… beides finde ich aber nicht, da die Busse schon ziemlich überfüllt sind, und sich auf dem Parkplatz dann auch noch ein Haufen Polizeiwagen und Einsatzwagen der Feuerwehr aufhalten.

Auf nachfrage heißt es dann von einem Feuerwehrmann, das der Einsatz wohl noch die ganze Nacht dauern wird und man sich doch eine Unterkunft bei Verwandten oder Bekannten suchen solle. Da meine Kontakte in Kiel eher als „dürftig“ zu beschreiben sind, mache ich mich auf den weg zur Holtenauer Strasse… in der Hoffnung, das evtl. nachts noch ein Bus in Richtung Innenstadt fährt – da gibt es dann ja vielleicht noch ein Plätzchen, wo man einen Kaffee (oder mehrere – es ist zu diesem Zeitpunkt knapp halb 2 und ich darf ja auch noch arbeiten am Freitag!) bekommt und sich evtl. auch noch im Warmen befindet.

Nun ja, der nächste Bus fährt in 2 Stunden und kurz entschlossen halte ich einen gerade vorbeifahren wollendes Taxi an und frage den Taxifahrer, ob er hier noch irgendwas kennt, was auf hat. – Dürftig. Er empfiehlt mir, zum Hauptbahnhof zu fahren, da gibt es auf jeden fall schon mal Kaffee. Genau das mache ich – mit dem Taxi zum Bahnhof.

Am Bahnhof stelle ich dann fest, es gibt eine Bäckerei, die schon auf hat, und sogar Kaffee verkauft. Allerdings nur vorne am Tresen, mit hinsetzen oder gar reinsetzen ins Warme ist irgendwie nichts. also erst mal Kaffee (davon brauche ich im laufe der Nacht dann noch so einige) und dann mitsamt meiner Reisetasche durch den Bahnhof gestromert. Irgendwann dann habe ich die Schließfächer – sehr gut versteckt, mein Kompliment an die Bahn! – entdeckt und erst mal meine Tasche verstaut.

Dann dachte ich, ich schau mich mal in Kiels Innenstadt um, ob nicht irgendwo noch ein Laden aufhat, in dem man die Nacht so halbwegs angenehm verbringen kann… nach Möglichkeit ohne Alkohol (wer mich kennt, weiß wie schwer es mir fällt, das jetzt zu sagen ;-) ). Nun ja…. Kiel hat ja doch so ein paar wirklich nette und schöne Sachen zu bieten, aber en Kneipen, die nachts aufhaben, da hapert es ganz gewaltig – ich bin dann wohl sehr von Hamburg verwöhnt oder habe sie einfach nicht gefunden.

Die große Bergstrasse lass ich mal aussen vor – mir die Nacht mit irgendwelchen hochdruckbetanken Teenies um die Ohren zu schlagen muss dann ja auch nicht wirklich sein.

Mein normaler Arbeitsbeginn ist um 7 Uhr, anfangen kann ich aber auch schon um 6 Uhr. Also halte ich mich mit diversen Kaffee wach bis um halb 6, dann fährt der erste Bus zur Werft. Mein Zustand? Na ja, eigentlich wäre es in einem solchen Zustand Klug, sich entweder ins Bett zu legen und schön lange auszuschlafen, oder ersatzweise den Rest des Tages in einer der ganz wüsten Kneipen auf dem Kiez mit viel Bier zu verbringen (Lehmitz, Clochard… ihr wisst schon, wo ;-) ). Statt dessen auch noch Konzentriertes Arbeiten am CAD-System im Konstruktionsbüro.

So gegen 9 Uhr merke ich dann, es geht definitiv nichts mehr, und bevor ich mir die Rohrleitung, an der ich gerade Arbeite, komplett zerschieße oder irgendwas anderes kaputt mache, geh ich lieber. Zum Glück bin ich die letzten Wochen ja auch immer schon um halb 7 bei der Arbeit gewesen (meine tollen Nachbarn in der Pension, aber darüber schreib ich noch…), so das es von daher auch keine Probleme gab – und mein Chef machte auch keine. Er sagte nur, er würde mich ja anketten, wenn er könnte, darf er aber nicht…. ähm, ja… ich nehme das mal als Kompliment für meine gute Arbeit :-)

Also dann mit dem Bus zum Bahnhof, Tasche auslösen und ab in den Zug nach Hamburg, der auch schon da steht und in gut einer halben Stunde abfährt. Vielleicht kann ich ja sogar mal ein bisschen Schlafen im Zug.

Denkste… kurz vor abfahrt des Zuges kommt eine ganze Schulklasse aus Altona in den Zug gestürmt und belegt alle noch freien Plätze. Ich darf mir also die ganze Fahrt über „Ey, aller…“, „Ey digga…“, „Isch schlag disch…“ sowie diverse Geschichten, wer mit wem wann und wo und wie oft geschlafen hat, anhören. „Ey aller, voll fett, die Frau!“ – Ok, ich nehme mal an, die Frau, von der der Typ vor mir geredet hat, war nicht dick :-)

Ich war dann endlich so um halb 2 zuhause – und wie es nach solchen Nächten dann so ist – ich konnte nicht schlafen! Irgendwas sinnvolles erledigen ging aber auch nicht so wirklich. Dafür war ich dann aber mal früh im Bett und habe so richtig schön lange geschlafen, das hat doch auch mal was.





Finnegans Wake

13 06 2009

Ich habe mir mal wieder ein Buch gekauft. Ok, das hört sich komisch an, ich weiß… normalerweise eigentlich nicht weiter erwähnenswert, weil ich Bücher liebe und im wahrsten sinne des Wortes eigentlich eine Bücherratte bin, aber da ich ja trotz arbeit immer noch auf Hartz4 Niveau lebe, ist es dann schon einer erwähnung wert. So weit ich mich erinnere ist im Hartz4 Regelsatz etwa 12 € für Kultur vorgesehen. 12 €! Wer ab und an mal ein Buch kauft, der weiß, das ist nicht wirklich viel… das reicht vielleicht gerade für den erwerb eines dieser Bücher der marke “ Das Omega-Komplott”, oder “Das Alpha-Tier” – nein, das wohl eher nicht ;-)

Aber auch egal, ich gebe tatsächlich viel Geld für Bücher aus, und ich liebe es in Buchläden herumzu stöbern – weniger mit dem Ziel, ein ganz bestimmtes Buch zu erwerben (das kommt zwar auch mal vor, das ich ein ganz bestimmtes Buch haben möchte, ist aber eher selten), sondern einfach, um zu schauen, was, beziehungsweise welcher Titel einen so anspringt. Und das muss dann kein Roman oder ähnliches sein, das kann durchaus auch mal ein sachbuch oder ein Gedichtband sein.

Die Holtenauer Str. In Kiel bietet dafür – also zum Stöbern – eine ähnlich schöne Ecke wie in Hamburg die Grindelallee (wer aus Hamburg kommt, weiß was ich meine), ein Buchladen neben dem anderen, meist noch mit dem zusatz “Uni” im Namen versehen. Was nicht unbedingt was heißen muss, der eine Buchladen mit dem zusatz “Uni” hat eine Riesige Fensterscheibe voll mit Baby- und Schwangerschaftsbüchern (das ganze Fenster in quietscherosa gehalten, ein wahrhaft Augenkrebs erregendes erlebnis), die haben anscheinend noch nichts von der allgemein bekannten unlust von Akademikerinnen an Schwangerschaften gehört – oder das Fenster soll zu einer solchen animieren – was ich mir aber schon alleine wegen der “dezenten” Farbwahl eher weniger vorstellen kann.

Ich habe also, um mal auf den sinn dieses Textes zurückzukommen, beim Schlendern durch die Holtenauer einen meiner absoluten Lieblingsbücherläden entdeckt – Zweitausendundeins – und da dann hemungslos gerumgestöbert. Angefangen bei Charles Darwins Gesamtausgabe bis hin zu irgendwelchen Bildbänden… bis ich dann über einen ganz besonderen Schinken stolperte, welchen ich dann auch tatsächlich käuflich erwarb. James Joyce “Finnegans Wake” in der deutschen Übersetzung (“Finnegans Wehg”) mit origininaltext in Englisch… mal eben schlappe 600 Seiten (nur die deutsche fassung – die englische jeweils gegenüber), also insgesamt mal eben 1200 Seiten.

Wie der Verkäufer dann meinte, “ein schönes Buch mal eben für’s Wochenende”. Ähm, ja… ich denke, das wird eher eine Monatelange beschäftigung werden – ich habe ja schon für das andere Buch von James Joyce “Ullyces”, ewigkeiten gebraucht! Aber egal, irgendwie musste es jetzt einfach mal dieses Buch sein, und mal sehen, ob ich tatsächlich mehr als eine Seite am Tag schaffe.

Apropos Irland… gestern habe ich dann noch in einer Seitenstrasse in der nähe der Uni – oder am Univiertel, vermute ich mal – einen netten Pub entdeckt, “Strongbowspub”. Sehr nett, und sie zeigten dort auch Fussball. Ein paar Engländer sassen dort und schauten irgendein Qualifikationsspiel gegen Andorra oder so. Ich bin ja gerade nicht so auf dem Laufenden, was Fussball angeht – aber das Bier, “Murphys” ist schon lecker. Da muss dann auch der beginn von Finnegans Wake sich noch ein bisschen gedulden ;-)





Nur mal kurz…

2 05 2009

Ich hab eigentlich auch an diesem Wochenende so gar keine Zeit, und auch wenig Lust – gebe ich mal zu – groß was hier zu schreiben. Zur Zeit mache ich ja ein Praktikum in Kiel. Die Arbeit da ist nicht schlecht, wäre natürlich schön, wenn da auch ein Job bei herausspringen würde. Aber dazu später – nach dem Praktikum – mehr. Es gibt halt eine Menge Probleme, die ich gerade wälze – die meisten davon haben mit meiner Zukunft (und mit Geld, und der ARGE, und, und, und…) zu tun. Aber einen Satz, gefunden bei Juliehamburg (bzw. bei Duckhome möchte ich euch dann doch nicht vorenthalten:

Die gefallenen Soldaten mahnen!: [...] Die Erkenntnis, dass sich Deutschland im Krieg befindet, das ist die Angst der Herrschenden. Sie haben nicht nur unser Land ruiniert, unsere Gesellschaft geteilt und vergiftet, die Zukunft unserer Kinder vergeudet und die Demokratie die Misskredit gebracht. Nein, sie haben uns auch noch in einen Krieg verwickelt. In einem Krieg für die Interessen Anderer. Damit sie weiterhin ihr schmutziges Geschäft betreiben können, wollen sie diesen Krieg vertuschen. [...]

(Via Mein Politik-Blog.)

Eine schöne erste Maiwoche wünsch ich euch!





Ein wirklich entspanntes Weiterbildungsende….

20 04 2009

boot1.pngNormalerweise sollten die letzten Tgae einer Weiterbildung ja eigentlich entspannt sein – und ruhig. Aber was ist bei mir schon „normal“, sag ich mal… Ich hatte es ja hier schon mal geschrieben, das die Firma, von der wir eine Einstellungszusage hatten, mittlerweile Pleite ist bzw. „in Auflösung“, wie es so schön heißt. Ohne, das irgendwie klar war, ob und wo wir einen Praktikumsplatz kriegen würden. Das wir einen Praktikumsplatz kriegen, haben wir dann am Donnerstag vor Ostern erfahren – natürlich immer noch nicht, wo. Das sollten wir dann letzten Donnerstag von dem Chef der „Mutterfirma“ erfahren – also der Firma, der „unsere“ Firma – zumindest teilweise – gehört. Es fing damit an, das ich gefragt wurde, ob ich Architekt wäre – zum Glück nicht, den der Architekt, der bei uns im Kurs ist, der „darf“ jetzt einem anderen Architekten bei einer Firma Assistieren beim Fundament bauen. Nicht wirklich das, was ich mir unter einer Schiffbaulichen Zukunft vorstelle! Ich sollte dann in das Büro des Chefs kommen, in einem kleinen Kaff in der nähe von Laboe. Gut, dachte ich, das ist auch nicht schlecht und hat wenigstens etwas mit Schiffbau zu tun!

Am Donnerstag nach der Schule habe ich dann telefoniert ohne ende, und das halbe internet durchwühlt, auf der suche nach einer Unterkunft in besagtem Kaff. Schließlich und Endlich hatte ich dann auch ein Zimmer gefunden, optimal gelegen mit nur 5 Minuten Gehweg zm Büro.
Also alles Prima? Eigentlich ja, wenn da nicht noch der Freitag gewesen wäre… Erst kam die Klausur, die war schon ganz schön hart, aber ich kann es ja jetzt sagen, ich hab sie mit 97 von 100 Punkten bestanden :-) Nach der Klausur dann noch einmal ein kurzer Emailcheck, und da lauerte sie schon, die Email vom Büro, die Morgens schon verschickt worden war, die ich aber erst mittags lesen konnte:

Ich soll jetzt doch nicht in besagtes Kaff an der Ostsee, sondern nach Kiel – genau gesagt, auf eine Werft! Das hat natürlich was – das Praktikum direkt auf einer Werft zu machen, auch wenn selbige gerade in Insolvenz ist. Aber es wird, soweit ich weiß, ja noch gearbeitet da – und wohl noch nicht mit Kurzarbeit, wie in Hamburg.

Tja, damit war dann ein ruhiges, entspanntes Wochenende ad Acta gelegt, statt dessen durfte ich also besagtes Zimmer in besagtem Kaff wieder kündigen und mir eine Bleibe in Kiel suchen. Und, was ich am Freitag, wie auch schon die ganze Woche davor, ständig versucht habe – meine Sachbearbeiterin bei der ARGE zu erreichen, wg. Fahrgeld.

Heute war dann der letzte Tag in dem Kursinstitut, mit Zeugnis/Zertifikat-Ausgabe und einer kleinen, aber sehr kurzen Feier. Ich musste dann noch zur ARGE, um noch irgendwas zu erreichen. Hab ich dann auch, die Vertreterin meiner Sachbearbeiterin hatte schon alles fertig – und – mir zugeschickt. Super! Vor allem, weil ich ja die nächsten Tage nicht da bin. Und dabei viel dann auch der tolle Spruch „Dafür müssen sie erst mal in Vorleistung treten“.

Ich sag es mal so: Es ist der 20te des Monats, ich bekomme trotz Weiterbildung nur Hartz4, und wenn ich nicht diesen Monat extrem Sparsam gewesen wäre und noch ein leckeres 50€ Osterei von meiner Mama geschenkt bekommen hätte, dann wäre das überhaupt nicht machbar gewesen. Ist es jetzt im Prinzip auch nicht, aber ich kann auf jeden Fall schon mal die Fahrt nach Kiel und zurück bezahlen und muss nicht jeden Tag mit dem Zug fahren.

Alles weitere ergibt sich dann hoffentlich bald.

Tja, und jetzt kann ich nur hoffen, das ich mich bei dem Praktikum so gut anstelle, das sich daraus vielleicht ja sogar ein Job ergibt – dann hätte sich die ganze Mühe und das Lernen ja wirklich gelohnt!

Ich halte euch auf dem laufenden :-)