Loki & Smoky – „Loki. Frach mich mal was!“
Es gibt ein paar Sachen, die man in diesem Land (noch) darf, ausser wählen gehen:
Petition: Arbeitslosengeld II – Abschaffung der Sanktionen nach § 31 SGB II
Der Deutsche Bundestag möge beschließen sofort die Sanktionen nach § 31 SGB II abzuschaffen.
§ 31 SGB II verletzt die Menschenwürde und die Freiheit zur Entfaltung der Persönlichkeit und wandelt die gebotenen Hilfestellungen des Staates zu Zwangsmaßnahmen um. Abzüge vom absoluten Lebensminimum können nur durch Hungern kompensiert werden. Die Sanktionierung mit Hunger oder mit gesellschaftlicher Ausgrenzung steht auf derselben Stufe wie die Sanktionierung durch unmittelbare staatliche Gewalt.
Die Mitzeichnungsfrist für diese Petition endet am 28. Oktober 2009.
Unterzeichnen Sie auf: epetitionen.bundestag.de„
Also los! Ein klick, Anmelden und ein demokratisches Recht ausüben!
Wird dem einen oder anderen, der/die hier öfters mal hereinschaut, ja schon aufgefallen sein, diese Texte mit der immer fast gleichen Überschrift „links for 2009….„. Nun, im Moment schreibe ich ja nicht so wirklich viel, aber da ich mich ja immer noch jeden Tag durch diverse Seiten und Blogs im Internet lese, möchte ich euch einiges Interessantes, was ich da so gefunden habe, nicht vorenthalten. Mittlerweile habe ich über delicious und das kleine, aber feine Apple-Tool Cocoalicious einen netten, und btw. sehr bequemen weg gefunden, Links, die ich interessant/wichtig/was-auch-immer finde, hier in meinem Blog vorzustellen.
Das ganze geht so halbwegs Automatisch, es sind aber auf jeden Fall von mir ausgesuchte links – ihr dürft also gerne da mal hin klicken
Als kleinen Ausgleich für das wenige Geschreibsel hier im Moment gibt es einfach mal zwei Bilder – das erste zeigt einen Blick meiner geöffneten Französischen Fernster (ich glaube, die nennt man so), und erklärt dann auch, wieso ich nur äußerst ungern bei schlechtem Wetter im Sommer die Fenster zumache… das artet nämlich dann in echte Arbeit aus ![]()

…und das hier zeigt einen Blick aus dem besagten Fenster… kurz vor einem Gewitter neulich:

Was man auf beiden Bildern nicht sieht, ist der Kran und die Baustelle auf dem Kindergarten vor dem Fenster… ehrlich gesagt sind mir die schreienden Kinder dann doch lieber…
Wie immer gilt, wer mehr sehen will – einfach auf eins der Fotos klicken, dann landet ihr auf meiner Flickr-Seite.
Normalerweise sollten die letzten Tgae einer Weiterbildung ja eigentlich entspannt sein – und ruhig. Aber was ist bei mir schon „normal“, sag ich mal… Ich hatte es ja hier schon mal geschrieben, das die Firma, von der wir eine Einstellungszusage hatten, mittlerweile Pleite ist bzw. „in Auflösung“, wie es so schön heißt. Ohne, das irgendwie klar war, ob und wo wir einen Praktikumsplatz kriegen würden. Das wir einen Praktikumsplatz kriegen, haben wir dann am Donnerstag vor Ostern erfahren – natürlich immer noch nicht, wo. Das sollten wir dann letzten Donnerstag von dem Chef der „Mutterfirma“ erfahren – also der Firma, der „unsere“ Firma – zumindest teilweise – gehört. Es fing damit an, das ich gefragt wurde, ob ich Architekt wäre – zum Glück nicht, den der Architekt, der bei uns im Kurs ist, der „darf“ jetzt einem anderen Architekten bei einer Firma Assistieren beim Fundament bauen. Nicht wirklich das, was ich mir unter einer Schiffbaulichen Zukunft vorstelle! Ich sollte dann in das Büro des Chefs kommen, in einem kleinen Kaff in der nähe von Laboe. Gut, dachte ich, das ist auch nicht schlecht und hat wenigstens etwas mit Schiffbau zu tun!
Am Donnerstag nach der Schule habe ich dann telefoniert ohne ende, und das halbe internet durchwühlt, auf der suche nach einer Unterkunft in besagtem Kaff. Schließlich und Endlich hatte ich dann auch ein Zimmer gefunden, optimal gelegen mit nur 5 Minuten Gehweg zm Büro.
Also alles Prima? Eigentlich ja, wenn da nicht noch der Freitag gewesen wäre… Erst kam die Klausur, die war schon ganz schön hart, aber ich kann es ja jetzt sagen, ich hab sie mit 97 von 100 Punkten bestanden
Nach der Klausur dann noch einmal ein kurzer Emailcheck, und da lauerte sie schon, die Email vom Büro, die Morgens schon verschickt worden war, die ich aber erst mittags lesen konnte:
Ich soll jetzt doch nicht in besagtes Kaff an der Ostsee, sondern nach Kiel – genau gesagt, auf eine Werft! Das hat natürlich was – das Praktikum direkt auf einer Werft zu machen, auch wenn selbige gerade in Insolvenz ist. Aber es wird, soweit ich weiß, ja noch gearbeitet da – und wohl noch nicht mit Kurzarbeit, wie in Hamburg.
Tja, damit war dann ein ruhiges, entspanntes Wochenende ad Acta gelegt, statt dessen durfte ich also besagtes Zimmer in besagtem Kaff wieder kündigen und mir eine Bleibe in Kiel suchen. Und, was ich am Freitag, wie auch schon die ganze Woche davor, ständig versucht habe – meine Sachbearbeiterin bei der ARGE zu erreichen, wg. Fahrgeld.
Heute war dann der letzte Tag in dem Kursinstitut, mit Zeugnis/Zertifikat-Ausgabe und einer kleinen, aber sehr kurzen Feier. Ich musste dann noch zur ARGE, um noch irgendwas zu erreichen. Hab ich dann auch, die Vertreterin meiner Sachbearbeiterin hatte schon alles fertig – und – mir zugeschickt. Super! Vor allem, weil ich ja die nächsten Tage nicht da bin. Und dabei viel dann auch der tolle Spruch „Dafür müssen sie erst mal in Vorleistung treten“.
Ich sag es mal so: Es ist der 20te des Monats, ich bekomme trotz Weiterbildung nur Hartz4, und wenn ich nicht diesen Monat extrem Sparsam gewesen wäre und noch ein leckeres 50€ Osterei von meiner Mama geschenkt bekommen hätte, dann wäre das überhaupt nicht machbar gewesen. Ist es jetzt im Prinzip auch nicht, aber ich kann auf jeden Fall schon mal die Fahrt nach Kiel und zurück bezahlen und muss nicht jeden Tag mit dem Zug fahren.
Alles weitere ergibt sich dann hoffentlich bald.
Tja, und jetzt kann ich nur hoffen, das ich mich bei dem Praktikum so gut anstelle, das sich daraus vielleicht ja sogar ein Job ergibt – dann hätte sich die ganze Mühe und das Lernen ja wirklich gelohnt!
Ich halte euch auf dem laufenden
Ich glaube, es wird Zeit, mal kurz zu berichten, was sich bei mir – also was meine Weiterbildung angeht – so getan hat in letzter Zeit. Zum einen, am letzten Mittwoch war mal wieder eine Klausur fällig. Diesmal ging es um Drafting und Pipe Modelling mit Tribon. Also Zeichnen mit dem C.A.D.-Teil von Tribon und das verlegen von Rohren in einem 3D-Raum (dem Schiffskörper in diesem Fall – Rohrverlegerwitze sind sowas von Mittelalter in diesem Fall
).
Irgendwie hatte ich schon vor der Klausur ein schlechtes gefühl… während der Klausur verstärkte sich das dann noch. Die Klausur (besonders die Fragen, die Zeichenaufgaben gingen eigentlich) fand ich schon ganz schön hart! Vor allem aber war die Zeit natürlich viel zu kurz.
Naja, ich bin dann also raus aus dieser Klausur mit dem Gefühl, wenn ich eine 3 bekomme, dann bin ich noch gut dran! Ok, am Freitag haben wir dann die Ergebnisse bekommen – bzw. durften uns die selber ausrechnen. Was soll ich sagen, ich war doch ziemlich überrascht. Eine 1! Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet – aber es freut einen ja schon irgendwie
Na gut, ich entwickel mich anscheinend doch noch zu einem Streber oder so…. aber ist ja auch für einen guten Zweck – also für mich
Am Freitag war dann auch unser hoffentlich zukünftiger Chef in der Schule, um mal ein paar neue Infos zu geben, was die Zukunft angeht. Inbesondere waren wir natürlich gespannt, was denn mit den Praktika ist, die wir in ein paar Wochen noch machen sollen. Aber darüber schreibe ich später noch etwas…
Tja, also so wie es aussieht, komme ich mit der Weiterbildung wider erwarten gut voran (ich habe es mir wirklich noch schwerer vorgestellt, als es eh schon ist – alleine schon deshalb, weil ich ja schon seit Jahren nicht mehr so viel „am Stück“ gelernt habe wie jetzt, und nach Jahren Arbeitslosigkeit ist das nicht wirklich einfach…),. Jetzt wäre es nur noch schön, wenn auch die Wirtschaft ein ganz klein wenig mitspielen würde, damit ich nach der Weiterbildung auch tatsächlich einen Job bekomme! Aber nach allem, was ich so in diversen Blogs und Zeitungen lese, sieht es da nicht so wirklich gut aus…
Aber wir werden sehen – die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Hatte ich schon mal erwähnt, das Berliner eindeutig einen Schaden haben?
hier ist der Beweis:
Eigentlich wollte ich ja gestern ganz fürchterlich über die Handwerker herziehen, die am Montag früh um halb 8 hier auf der Matte stehen wollten um einen Wasserzähler einzubauen, mein Badezimmer zu erneuern und das Geländer vor dem Fenster und den Betonabsatz zu streichen (Ok, das sollten andere Handwerker machen, allerdings auch Montag). Den ganzen Montag tauchte nicht eine Nase hier auf, und übrigens auch im ganzen Haus nicht. Gestern erwischte ich dann einen der Klempner, der (natürlich) von nichts wusste – aber egal.
Nicht nur, das ich am Dienstag dann Teil 1 der Papierarie ausführte, die zu meiner Ausbildung führen sollte – was erstaunlich schnell ging und mit nur sehr wenig aufwand verbunden war (ich bin ja, was Papierkram angeht, eher negativ vorbelastet, deshalb hatte mich das schon ein wenig erstaunt), ich bekam dann am Nachmittag auch noch eine richtig gute Mail – mit einer (wenn es die Wirtschaftliche Situation zulässt) Einstellungszusage nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung! Das hat doch schon mal was.
Gut, die „Wirtschaftliche Situation“ ist natürlich schon eine erhebliche Einschränkung, aber auch logisch. Welche Firma macht schon eine Einstellungszusage für 6 Monate später, bis dahin kann ja, wie man grade sehr schön bei der Finanzkrise sehen kann, eine Menge passieren (was mir auch schon leichte Sorgenfalten bereitet, was zukünftige Arbeit angeht – andererseits habe ich ja zum Glück keine Millionen irgendwo auf einer Bank geparkt, um die ich mir jetzt Sorgen machen müsste. Hat durchaus auch Vorteile, Arm zu sein
).
Und Heute war ich dann mit einer guten Freundin im Kino, im 3001 und habe mir den Film Heimatkunde von Martin Sonneborn (Titanic und Die Partei) angeschaut. Klasse Film, wirklich! Er umwandert Berlin, immer auf der Suche nach dem wahren, echten Ossi
Und es ist echt erstaunlich, was man da so für Typen trifft…
Also wenn meine ARGE-Sachbearbeiterin am Freitag nicht noch auf die Idee kommt, ich solle statt dieser Ausbildung doch lieber den Rest meines Lebens als 1€-Spargelstecher in der Niedersächsischen Tiefebene verbringen (was ich nicht wirklich glaube), dann war diese Woche doch gar nicht mal schlecht. Auf jeden Fall nicht SO schlecht, wie sie mir von diesem Horoskop von Merlix in derwesten angekündigt wurde:
Das einzig Gute an dieser Woche ist Ihre Grundstimmung – und den Rest, den können Sie offen gesagt vergessen.
Woran man mal wieder sehen kann, man sollte sich nicht wirklich auf Horoskope verlassen
auch nicht auf das von Merlix.
(Bild: DryIcons & zwei Bier – zwei nach dem Kino mit besagter Freundin, und zwei, die ich jetzt noch zu mir nehmen werde – mir ist einfach danach
)
Gestern war Familientag, meine Mama hatte Geburtstag und meine Schwester, gerade von einem kleinen Abstecher nach Frankreich zurück, hatte zu einem Französischen Essen eingeladen.So als echter Unterschichtler mit ganz ohne Französischkenntnissen (habe ich nie gelernt) lasse ich mich ja gerne mal mit etwas anderem als dem normalen Einheitsbrei verköstigen. Und die Französische Küche… ähm, lecker, sag ich mal! Meine Schwester hatte sogar kleine laminierte Menü-Kärtchen gemacht (ich muss jetzt nicht extra erwähnen, das wir in unserer Familie alle einen kleinen Schaden haben, oder? Schwesterherz hat sich irgendwann ein Laminiergerät gekauft und ist da gerade ganz anders drauf…. wahrscheinlich würde sie auch noch jeden Geldschein laminieren, wenn es da nicht Probleme mit dem Ausgeben gäbe.), so das dann auch ich lesen konnte, was es geben sollte.
Als Vorspeise „Avocat farci des Herbes et des Crevettes„, was ich ganz spontan mit Herben Avocado-Kroketten übersetzte, sich aber als etwas (abgesehen mal von den Avocados) ganz anderes und extrem Leckeres herausstellte. Danach gab es dann „Coq au Vin„, also Hähnchen in Weinsauce – ich sag mal so, the hole family was very amused! Very amused! Danach gab es dann „Tarte aux chocolat„, was sich zwar auch sehr Französisch anhörte, aber ganz profaner Schokoladenkuchen vom McCafé war. Ich sollte definitiv mal wieder zu McDonalds gehen, der Kuchen war wirklich klasse. Ich befürchte aber mal, das dieser Kuchen für Leute, die eventuell auf die eine oder andere Kalorie achten, eher eine Art Zeitbombe darstellt.
Zum Abschluss gab es dann „Une variation de Fromage avec du pain maison aux goût de bière-moutarde„. Ok, so etwas wie Käsevariationen mit Schmerzen? Ich wurde dann aber aufgeklärt, das es eigentlich eine Käseplatte mit selbst gemachtem Bier-Senfbrot ist. WOW! Das mir als Käsefan! Es gab einen Hartkäse, dessen Namen ich mir leider nicht merken konnte (aber Schwesterherz weiss ihn ja noch) und total lecker war, es gab ein irgendwas mit Blau und viel Schimmel und sehr lecker, es gab einen Käse, dessen Namen ich mit „Engelsfüssen“ übersetzte, der allerdings roch wie die seit Wochen ungewaschenen Füsse mehrerer Bauarbeiter, dafür aber eher nach irgendwas Himmlischen schmeckte, und es gab einen Käse, der mittendrin eine Schicht aus Asche hatte. Zum Mitessen. Auf was für Ideen so Käsehersteller kommen, Erstaunlich! Auf jeden Fall war der auch sehr lecker!
Für mich als Absoluter Käsefan schon fast so etwas wie das Paradies – ich esse ja (fast) alles an Käse. Das „fast“ bezieht sich eigentlich nur auf „Harzer“, irgendwie kann ich mich da nicht überwinden, obwohl ich schon Käse gegessen habe, bei denen man normalerweise wegen Belästigung der (sehr viel weiter entfernten) Nachbarn verklagt worden wäre. Aber das hat wohl was mit einem Früh-Kindlichen Mutter-Isst-Harzer Käsetrauma zu tun.
(Bild: Natürlich hatte mal wieder keiner aus der Familie eine Kamera dabei, deshalb gibt es jetzt das Bild einer ähnlichen Käsevariation aus der Wikipedia.)
Entspann dich mal, sagen mir viele, also tu ich, wie befohlen und entspann mich. Gespannt bin ich aber trotzdem! Nämlich auf das, was hier gerade wächst – hatte ich doch vor einigen Wochen (Monaten?) ein paar Zitronen und eine Orange, die ich in der Küche vergessen hatte und die das Verfallsdatum weit überschritten hatten,. anstatt sie wegzuschmeissen, einfach tief in einem sinnlos vor sich hin stehenden Blumentopf vergraben. Was das jetzt wird, Zitrone, Orange, Zitrange oder Orone oder beides, werd ich wohl irgendwann sehen.
Ich bin gespannt.